FDP Willich will Start-up-Unternehmen im Alleeschulgebäude

Anrath Alleeschule xcom

Nachdem die CDU vor drei Jahren den Verkauf der Alleeschule in Anrath gegen den Willen von SPD, FDP und GRÜNEN  im Rat der Stadt Willich durchgesetzt hat, steht das geschichtsträchtige Gebäude inzwischen leer. Die Immobilie wird derzeit auf entsprechenden Portalen ohne Erfolg zum Verkauf angeboten. Die stellvertr. FDP-Vorsitzende Ellen Roidl-Hock sieht das aktuelle Geschehen sehr kritisch: „Von den vielen Versprechungen, die der Bürgermeister und die CDU-Fraktion gemacht haben, ist leider nichts übrig geblieben. Was ist aus den Arbeitsplätzen und was ist aus der Zusammenarbeit mit der Hochschule Niederrhein geworden? Und man muss sich die Frage stellen, was nun aus dem schwierig zu vermarktenden Gebäude werden soll?“

„Die FDP hatte sich 2013  vehement für eine öffentliche Nutzung im Interesse der Bevölkerung eingesetzt. Dies ist nach wie vor die bessere Verwendung für das Anrather Wahrzeichen“, ergänzt das FDP-Urgestein Hans-Gerd Segerath. Eine Möglichkeit bzw. Idee sieht die FDP in der Errichtung eines Gründerzentrums für junge Unternehmen, die keine Halle wie im Stahlwerk Becker benötigen. Die Freien Demokraten glauben, dass Start-up-Unternehmen aus den Bereichen Werbung, IT und anderen innovativen Branchen der Einstieg in die Geschäftstätigkeit erleichtert werden kann. Segerath meint: „Da das Gebäude von den bisherigen Eigentümer umfassend saniert und IT-technisch auf den neuesten Stand gebracht wurde, sind die Voraussetzungen für diese Branchen exzellent. Früher war es eine Schule, nun könnte es eine aufbauende Schule für Jungunternehmen werden.“

Auch Hans-Joachim Donath, Finanzexperte der FDP glaubt an eine weitere Erfolgsgeschichte und den neuen Lösungsansatz: „Die laufenden Unterhaltskosten des Gebäudes kann die Stadt über die Mieten finanzieren. Für den Steuerzahler entsteht kein Aufwand. Junge Willicher Existenzgründer müssten so nicht nach Krefeld, Mönchengladbach oder Düsseldorf abwandern, wir könnten sie an Willich binden. Dies ist eine hundertprozentige Win-Win-Situation für Stadt, Bürger sowie Unternehmen und es bringt Arbeitsplätze.“