Bezirksregierung muss Fehlalarme im ehemaligen Krankenhaus reduzieren

Feuerwehrauto Einsatz

Bei der Willicher Feuerwehr hat es in den vergangenen Tagen wiederholt Fehlalarme in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Katharinen-Hospital gegeben. Nach Hinweisen von Feuerwehrleuten an die CDU-Fraktion hat jetzt der Fraktionsvorsitzende Johannes Bäumges den Bürgermeister der Stadt Willich gebeten, bei der Bezirksregierung Düsseldorf auf diesen Missstand hinzuweisen. Die Bezirksregierung betreibt die Unterkunft im Auftrag der NRW-Landesregierung. „Die Bezirksregierung muss sich darum kümmern, dass die Fehlalarme aufhören. Die Willicher Feuerwehrleute leisten viele Stunden Arbeit und das ehrenamtlich. Es kann nicht sein, dass ein immer größerer Teil davon unnütz ist“, sagt Johannes Bäumges. In seinem Brief bittet er darum, dass Maßnahmen ergriffen werden, um „eine Wiederholung der Fehlalarme in Zukunft zu verhindern“. Die Bezirksregierung nutzt das ehemalige Krankenhaus an der Bahnstraße als Zentrale Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge, denen häufig eine Ausweisung aus Deutschland bevorsteht.

In den vergangenen Jahren hat sich die Zahl der falschen Alarme unter anderem durch automatische Brandmeldeanlagen erhöht. „Unsere Willicher Feuerwehrleute opfern ihre Freizeit für den Dienst an der Gesellschaft, bei Einsätzen riskieren sie oft sogar ihr Leben für unsere Sicherheit. Ihre Familien bringen viel Verständnis auf. Dieses Engagement darf man nicht dadurch gefährden, dass sie unnötig aus dem Schlaf gerissen werden. Ich erwarte von einer Behörde wie der Bezirksregierung, dass sie sich um die Ehrenamtler kümmert. Dabei ist auch die rot-grüne Landesregierung in der Pflicht, es ist schließlich ihre Flüchtlings-Unterkunft“, sagt Bäumges.

Die CDU-Fraktion hat mehrere Anträge auf den Weg gebracht, um die Freiwillige Feuerwehr Willich zu stärken. Dabei ging es unter anderem um die Möglichkeit, sich auf interne Stellenausschreibungen der Stadtverwaltung bewerben zu können. Außerdem wurden auf Initiative der CDU Vergünstigungen bei der Nutzung von Schwimmbad und Fitnessstudio eingeführt.

Die Stadt Willich ist in Nordrhein-Westfalen die einzige Kommune mit etwa 52.000 Einwohnern, die den Brandschutz ausschließlich mit ehrenamtlichen Kräften der Freiwilligen Feuerwehr sicherstellt. Um diesen Status zu erhalten, ist in regelmäßigen Abständen der Bezirksregierung Düsseldorf ein Brandschutzbedarfsplan vorzulegen, aus dem die Bezirksregierung entnehmen kann, dass seitens der Stadt alles unternommen wird, diesen Status zu erhalten. Dies dient dazu, auch weiterhin eine Ausnahmegenehmigung von der Verpflichtung zur Einrichtung einer hauptamtlich besetzten Feuerwache erteilt zu bekommen.