Singen erleben – wir stellen vor: imtakt Willicher Singkreis

Noten Willicher Singkreis

„Imtakt – ist kein neuer Chor, sondern der frühere Willicher Singkreis mit einem neuen Namen“, erklärt Veronika Abdülhayoglu: „Wir möchten mit der Zeit gehen und uns etwas moderner nach außen präsentieren. Daher haben wir auch ein neues Logo entwerfen lassen“, so die Vorsitzende des Frauenchores, der immer dienstags im Anrather Orpheum seine Proben abhält.

Von Karl Kox gegründet
„imtakt“ – Willicher Singkreis“ ist ein Frauenchor, der eigentlich schon im Jahr 1968 entstanden ist. Damals gründete der frühere Neersener Rektor Karl Kox den Jugendchor Neersen. Alle Mitglieder waren seine ehemaligen Schülerinnen. Kox ist den meisten Willichern als Komponist, Musikdirektor und Gründer vieler Chöre in Erinnerung. Er war unter anderem seit Gründung des Viersener Kinder- und Jugendchores 1949 dessen Leiter, leitete den Jugendchor Neersen, den Quartettverein „Liederkranz“, gründete die Bläsergruppe Neersen und eben den Willicher Singkreis. 1970 wurde auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Dr. Hans Lamers von Kox der Kinderchor der Stadt Willich gegründet, um das neue „städtische Bewusstsein“ zu stärken. Aus diesem Chor entstand mit den Jahren der Willicher Singkreis. 1985 hatte der komplette Chor 100 Mitglieder. Bis 1996 war Karl Kox Chorleiter des Willicher Singkreises.

Meisterchor mit Chorleiter Klaus-Peter Jamin
Heute hat der Chor 23 Mitglieder, Vorsitzende ist Veronika Abdülhayoglu, Chorleiter ist Klaus-Peter Jamin. Er war bis Anfang 2002 als hauptamtlicher Kirchenmusiker in drei kath. Kirchengemeinden Krefelds tätig. Er leitete in St. Clemens Fischeln seit 1999 den Kinderchor, seit 2000 den Jungen Chor (Cantilena ad libitum) und als hauptamtlicher Kirchenmusiker ab Februar 2002 den Kirchenchor sowie den Jugendchor St. Clemens Fischeln. Neben dieser Tätigkeit leitet er im Sängerkreis Linker Niederrhein drei Chöre. Seit 1989 ist er Chorleiter des Männerchores „Orpheus 1863 Anrath e.V.“ Mit diesem Chor errang er 1987, 1992, 1997, 2002, 2006 und 2011 den Titel „Meisterchor“ im Sängerbund NRW sowie 1999, 2002, 2005 und 2008 die Auszeichnung „Volkslieder-Leistungschor”. Mit dem Willicher Singkreis errang er vier Meisterchortitel in 1998, 2003, 2008 und 2013. 1996 verlieh ihm der Fachverband Deutscher Berufschorleiter den Titel Musikdirektor FDB.

Singen ist anstrengend, macht aber den Kopf frei
imtakt singt als mehrstimmiger Chor gemischte Musik: Von Volksliedern wie „Horcht, was kommt von draußen rein…“ bis zur Pop-Musik wie „It´s raining Men“ oder „I´m singing in the Rain“, aber auch Gospelsongs oder lateinische Messen. „Die Musik bestimmt der Chorleiter und es macht Spaß, wenn wir etwas Neues einstudieren“, erklärt Vorsitzende Veronika Abdülhayoglu und Vorstands-Beisitzerin Ilona Welter erzählt: „Singen ist schon anstrengend, aber dabei vergisst man alles und der Kopf wird frei“. Geprobt wird immer dienstags von 20:00 bis 21:30 Uhr: „Die Proben beginnen mit klassischen Atem- und Zwerchfell-Übungen und gemeinsamem Einsingen“, so Welter. Dazu macht die Neersenerin Tanja Schmidt-Watermann einmal im Monat eine Stimmausbildung mit den Chor-Sängerinnen.

Auch der Freizeitwert kommt bei den Treffen nicht zu kurz, meint Veronika Abdülhayoglu: „Natürlich wird auch Geselligkeit bei uns im Chor gelebt und wir tauschen auch schon einmal das ein oder andere Kochrezept vor oder nach der Probe aus.“

Neue Chor-Mitglieder gesucht 
Wie zuvor schon erwähnt, hat der Chor heute 23 Mitglieder und freut sich natürlich über neue Mitglieder. „Unsere Mitglieder sind im Alter von 30 bis 65 Jahre und wir können immer wieder Sängerinnen gebrauchen. Allerdings sollten es, wenn möglich, erfahrene Chorsängerinnen sein, die bei uns mitmachen möchten“, so die Vorsitzende.

Wer Freude am Gesang hat, kann einfach einmal rein schnuppern: Proben von „imtakt“ Willicher Singkreis sind Dienstag von 20:00 bis 21:30 Uhr im ORPHEUM, Fadheider Str. 3 in Anrath. Weitere Informationen unter: www.willicher-singkreis.de

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe 03/2016 von „Willich erleben – Das Magazin“