Kita-Übernachtung bleibt möglich

Kindergarten Willich Anmeldung

Gute Nachrichten in Sachen Kindergarten-Übernachtungen: Bürgermeister Josef Heyes hat jetzt in einem Schreiben an Michael Süßbeck, Leiter des Betriebs Tageseinrichtungen für Kinder, den Lösungsweg aufgezeigt, den er beschreiten möchte: Demnach soll eine Genehmigung via „Musterbogen“ möglich werden – und das alles soll kurzfristig umgesetzt werden. Heyes: „Ich gehe nach Abstimmung mit meinen Mitarbeitern in der Technischen Verwaltung davon aus, dass damit das Problem vom Tisch ist und die Übernachtungen in den Kindergärten wie bisher stattfinden können.“

Zur Chronologie: Viele Eltern hatten sich darüber beschwert, dass das sogenannte „Entlassschlafen“ (Kinder, die die Kita Richtung Schule verlassen, übernachten zum Abschied in der Kindertagesstätte) künftig nicht mehr möglich sein sollte: Eine Anfrage der Wuppertaler Stadtverwaltung hatte das Thema ins Rollen gebracht. In deren Folge gab es im Februar einen Erlass des zuständigen NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, nach dem man solche Übernachtungen nicht generalisiert erlauben könne: Die Baugenehmigung einer Kindertagesstätte schließe Übernachtungen nicht ein, also müsse für jede einzelne Übernachtung eine Nutzungsänderung beantragt und bauaufsichtlich genehmigt werden. Diesen Erlass hatte auch die Stadt Willich über die Bezirksregierung Düsseldorf zugestellt bekommen.

Bürgermeister Josef Heyes hatte schon in er letzten Ratssitzung deutlich gemacht, was er von derartigen Erlassen hält: Nichts. Und angedeutet, sich um eine unbürokratische Lösung zu bemühen. Eine Lösung gibt es jetzt – freilich nur so unbürokratisch wie möglich, da ja der Erlass des Ministeriums nun mal gilt. In einem Arbeitskreis der Bauaufsichtsbehörde der Bezirksregierung  wurde nun festgelegt, dass die Betriebsbeschreibungen der KiTa-Einrichtungen um Übernachtungen erweitert werden muss. Hierzu ist die „Darstellung der Nutzungsänderungen im Erdgeschossgrundriss“ erforderlich, wo zum Abschluss des Kindergartenjahres übernachtet werden soll. Außerdem müssen Betriebsbeschreibung und Brandschutzordnung angepasst werden. Es ist allerdings nicht erforderlich, das komplette Brandschutzkonzept anzupassen.

Wie Heyes erläutert, wurden den zuständigen Geschäftsbereichen bereits entsprechende Musterbögen für die erforderlichen Angaben zugesandt, damit kurzfristig alles eingereicht werden kann und also die gewünschten Übernachtungen in den 12 städtischen Einrichtungen durchgeführt werden können. Auch Andrea Ritter, Leiterin des Geschäftsbereiches Wohnen und Gewerbe, macht Mut: „Das alles kann ganz schnell gehen.“