Kranich ist in ‚Schlagfalle‘ geraten – beide Beine abgetrennt

Es ist verboten, Schlagfallen für die Jagd zu benutzen. Darauf weist die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Viersen hin. Jäger, die die so genannten „Tellereisen“ einsetzen, müssen mit einer Anzeige, Geldbußen bis zu 50.000 Euro sowie einer Freiheitsstrafe rechnen. „Schlagfallen sind nicht nur unverhältnismäßig brutal, um Wildtiere zu jagen, sie stellen auch eine Gefahr für spielende Kinder sowie Hunde, Katzen und andere Haustiere dar“, sagt Philippe Niebling, Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde.

Aktueller Anlass ist ein Fall vom vergangenen Wochenende. Ein ca. drei Jahre alter Kranich war in Schiefbahn in ein solches Tellereisen geraten. Beide Beine waren kurz unterhalb des Gelenks abgetrennt. Die Wunden waren frisch und bluteten stark. Das Tier musste eingeschläfert werden.

Die Untere Naturschutzbehörde versucht nun, den Verursacher zu ermitteln. Hinweise, vor allem auch zu Standorten weiterer Fallen, nimmt Philippe Niebling unter Telefon 02162/39-1406 entgegen.