Kripo klärt Serie von Sachbeschädigungen aus Januarnacht

Erheblichen Sachschaden an einem Buswartehaus sowie am Schwimmbad De Bütt richtete eine Gruppe von jungen Willichern in der Nacht zum 20. Januar 2018 an. Den Jugendsachbearbeitern des KK Ost gelang nun nach intensiven Ermittlungen die Tatklärung. An diesem Ermittlungserfolg war unter anderem ein Zeuge beteiligt, der die Polizei mit seinen Angaben auf die Spur der Randalierer brachte. Dafür dankt die Polizei ausdrücklich.

Demnach werden sechs junge Willicher verdächtigt, in wechselnder Tatbeteiligung diese Beschädigungen begangen zu haben. Die teilweise bereits polizeibekannten 15-18-jährigen hatten den Freitagabend zunächst gemeinsam in einer Jugendeinrichtung verbracht. Nach Schließung des Treffs trennten sich teilweise die Wege, bevor man sich später wieder bei einem Freund zum privaten Weiterfeiern traf. Auf dem Weg zu dieser Hausparty zerstörten die Jugendlichen bei ihrem „Zug“ durch die Willicher Innenstadt unter anderem mehrere Glasscheiben an beiden Buswartehäuschen auf der Schiefbahner Straße mit einem in einem Linienbus „besorgten“ Notfallhammer.

Jugendliche nur teilweise geständig

Zudem schlugen sie damit eine Scheibe zum Schwimmbad De Bütt ein und traten auf dem Parkplatz eine Mülltonne sowie ein dort aufgestelltes Dekorationsfahrrad um. Auch beschädigten sie einen Schaukasten. Teilweise waren die Jugendlichen alkoholisiert, verspürten während der Party dann weiteren Durst und stahlen vom Balkon einer Wohnung auf der Friedhofstraße mehrere Getränke. Teilweise sind die jungen Tatverdächtigen geständig, teilweise allerdings bedürfen sie offensichtlich doch einer intensiveren Betreuung. Bei einem der Beschuldigten steht noch der Vorwurf im Raum, dass er seine Mittäter durch Schläge so eingeschüchtert haben soll, dass sie keine oder falsche Aussagen bei der Kripo machten. Hierzu dauern die Ermittlungen noch an.

Staatsanwaltschaft Krefeld übernimmt

Die Staatsanwaltschaft Krefeld, die in diesen Tagen das Ermittlungsergebnis übergeben bekommt, wird sich nun mit der weiteren „Betreuung“ der Beschuldigten befassen. Hierbei wird sicherlich auch geprüft werden, wie der entstandene Schaden von mehreren tausend Euro von den Verursachern beglichen werden kann. Dies sei an dieser Stelle noch einmal für mögliche Nachahmer erwähnt. Abgesehen von den möglichen strafrechtlichen Folgen einer begangenen „Dummheit“ sind auch die finanziellen Folgen solch entarteter „Jugendfeiern“ ein Mittel der staatlichen Erziehung zu einem straffreien Leben.