Mitgliederversammlung der Willicher GRÜNEN: Wahlen und Kohlestrom-Petition

Mitgliederversammlung Bündnis90 Die Grünen Willich
Foto: Bündnis90/Die Grüne

Bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Willicher GRÜNEN in der Gaststätte Maaßen ging es neben Vorstandswahlen auch um eine Kohlestrompetition, die von der Partei initiiert wurde. Mit einem symbolischen Druck auf einen roten Button startete der Vorstand von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Willich eine Petition an die Stadtwerke Willich.

Ziel der Petition ist der Ausstieg der Stadtwerke Willich aus dem Handel mit Atom- und Kohlestrom, um u.a. die Eigenverpflichtung der Stadt Willich zu unterstützen, bis 2030 eine klimaneutrale Kommune zu werden. Geplant ist, in einem halben Jahr mindestens 2.000 Unterschriften von Willicher Bürgerinnen und Bürgern zu erreichen. Die Petition wurde von den Mitgliedern und Gästen einhellig unterstützt, so dass bereits während der Versammlung die ersten Unterschriften zusammenkamen. Unter www.kohleausstieg-willich.de können alle Willicher Bürgerinnen und Bürger die Petition unterstützen.

Nach der einstimmigen Entlastung des bisherigen Vorstands standen Wahlen auf der Tagesordnung. Das bisherige Team aus Merlin Praetor als Vorsitzender, Raimund Berg als sein Stellvertreter und Bernhard Fleischer als Kassierer wurden wiedergewählt. Für die noch zu schaffende Position des Medienbeauftragten wurde Manuel Paas, bisher Beisitzer, vorgestellt. Angedacht ist, dass der neue Vorstand ihn per Beschluss in seiner konstituierenden Sitzung hierzu bestimmen wird. Als Beisitzer und Beisitzerinnen wurden Sina Kingen und Christian Winterbach ebenfalls wiedergewählt. Neu im Vorstand sind Paul Muschiol als Beisitzer und Claudia Poetsch als Beisitzerin.

In seiner Rede als Vorsitzender wies Merlin Praetor auf die sehr gute Lage des Ortverbandes hin – sowohl finanziell als auch personell. Die niederschwellige Art und Weise, wie GRÜNE Politik und Veränderung in die Zukunft hinein dächten und machten, stoße in der Bürgerschaft auf Sympathien und zöge insbesondere Jüngere an. Zudem stellte er die weitere Professionalisierung und Schlag- und Gestaltungskraft der GRÜNEN auf Ortsebene heraus. Die Vernetzung mit anderen GRÜNEN Gliederungen solle ausgebaut werden, ebenso das Geschäft mit den neuen Medien in der Außendarstellung.

Zur Parteienlandschaft betonte Praetor, dass mit GRÜNEN und CDU die zwei richtigen Parteien und Fraktionen eine Kooperation eingegangen wären. Beide stünden für klare Haltung und zukunftsfähige Zielvorstellungen, Verantwortungsbereitschaft, innere Stabilität sowie faire Auseinandersetzungen.

Die GRÜNEN würden ihre politischen Impulse erfolgreich setzen und Vorstellungen planvoll einbringen können, so z.B. bei den Themen Flächenentwicklung und städtisches Personal, wo sie früher überhört worden wären. Dies könne nur im Sinne ihrer Wählerinnen und Wähler sein, weil es mehr GRÜNE Programmatik für Willich bedeute, die nun wirksamer denn je umgesetzt werden könne. Für eine integrierte nachhaltige Stadtentwicklung im Sinne der Global Nachhaltigen Kommune hätte man immer gekämpft, so Praetor, und diese sei schließlich ein Gewinn für alle gegenwärtigen und künftigen Willicher und Willicherinnen in der Einen Welt.

Letztlich macht sich der neue Vorstand bereit für die anstehende Kommunalwahl 2020, für die die GRÜNEN bereits jetzt in die Planungen einsteigen, wobei die Europawahlen im nächsten Jahr als Experimentierfeld für manch kreative Idee stehen sollen.