Intendant Jan Bodinus legt Spielplan der Schlossfestspiele 2018 vor

Foto: Jan Erting

Jetzt ist es raus: 2018 wird das gesamte Ensemble bei den Schlossfestspielen Neersen erstmals mit Live-Musikern eine aufwändige Operette auf die Bühne bringen. Intendant Jan Bodinus hat am Mittwoch der Presse den Spielplan für die 35. Schlossfestspiele Neersen vorgestellt:  Vom 17. Juni bis zum 19. August 2018 werden unter dem Motto „FEST – SPIELE – FEIERN“ in der 35. Jubiläumsspielzeit „Das Dschungelbuch“ (nach Rudyard Kipling – Regie: Matthias Freihof/Sven Post, Premiere 17. Juni) und als Abendstücke „Charleys Tante“ (Komödie von Brandon Thomas, Regie: Jan Bodinus, Premiere 23. Juni) und „Im weißen Rössl“ (Operette von Ralph Benatzky, Regie: Lajos Wenzel, Premiere 28. Juli) zu erleben sein. Und prominente Akteure hat Bodinus ebenfalls wieder gewinnen können: Kalle Pohl übernimmt die Titelrolle in Charleys Tante, die Wirtin im Rössl wird die durch das Fernsehen bekannte Tanja Schumann geben.

Auch im Ratssaal und in den Rahmenprogrammen wird man, so Bodinus, neuen und bekannten Gesichtern unter dem Motto: „Best of Neersen“ begegnen: Zu sehen sein werden das Hohenloher Figurentheater mit „Aladin und die Wunderlampe“ nach dem orientalischen Märchen in einer Aufführung für Kinder ab 6 Jahre. Der in Neersen so bekannte wie beliebte Schauspieler Heinz-Hermann Hoff wird uns einen Abend: THEATER – THEATER – oder „Vergnügliche Plaudereien über das Theater und andere Katastrophen“ präsentieren. Das Puppentheater „Con Cuore“ spielt die Geschichte von „Käpt´n Sharky“ nach Motiven der Kinderbücher von Jutta Langreuter und Silvio Neuendorf, in der Gartenlesung gibt es „Es ist angerichtet“: ein kulturelles Buffet für jeden Geschmack in der Regie von Christine Csar.

Nach seinem großen Erfolg 2017 tritt der weit über sein Heimatland Portugal bekannte Fado-Sänger Telmo Pires mit seinen Musikern auch 2018 wieder bei den Schlossfestspielen auf. Inez Timmer erzählt und singt noch einmal die Geschichte der berühmten „Coco Chanel“. Erstmals bei den Schlossfestspielen wird Chris Pichler mit ihrem Abend: „Romy Schneider – Zwei Gesichter einer Frau“ zu eleben sein. Auch ein Heinz Rühmann-Abend ist nach dem Erfolg 2017 wieder im Program – seine beliebten Schlager und Filmrollen lässt Michael J. Westphal (Klavier: Uli Schmid) lebendig werden. Erstmals in Neersen: Joachim Henn mit seinem Programm: „Hüsch und die Verwandten“ – Typen und Texte von Hanns Dieter Hüsch. Kabarettist und Autor Stefan Keim wird noch einmal in die wunderbare Welt von Heinz Erhardt entführen, und selbstverständlich, so Bodinus, wird „unsere Zusammenarbeit mit der Deutschen Oper am Rhein wieder die Festspiele abschließen“,  diesmal unter der Leitung von Geesche Bauer.
Darüber hinaus kündigte Bodinus eine Neuerung an: Von beiden Abendstücken wird es jeweils eine „Seniorenvorstellung“ an zwei Sonntagen um 17 Uhr geben: „Dies soll die An- und Abreise erleichtern und den Spaß am Theater noch einmal steigern!“

Wichtiger Bestandteil bei den Festspielen Neersen werden wieder die „Jungen Schlossfestspiele Neersen“ sein, in deren Rahmen Schauspieler und Schauspiellehrer Sven Post wie im letzten Jahr die Leitung eines Jugendklubs übernimmt, in dem Jugendliche verschiedener Altersgruppen aus der Region durch aktive, künstlerische Teilnahme selbst Teil unserer Schlossfestspiele werden können: „Impro-Battles„, bei denen sich die Jugendlichen im Rahmen der Festspiele öffentlich messen und präsentieren, was sie übers Jahr mit Sven Post  erarbeitet haben. Apropos: Für die kleineren Kinder von 6-10 Jahren wird der „KIDZ CLUB“ mit der erfahrenen Schauspielerin und Theaterpädagogin Reinhild Köhncke weitergeführt: Das Thema „Das Dschungelbuch“ wird in den teilnehmenden Klassen spielerisch und mit viel Spaß schauspielerisch und improvisatorisch erarbeitet und an einem Spieltag der Festspiele am „Kidz-Club-Tag“ vor Mitschülern, den anderen Klassen, Lehrern, Eltern und Zuschauern vorgeführt. Auch wieder im Programm: die Reihe „Junge Schlossfestspiele mobil“: Post und Köhncke bereisen Oberstufen der umliegenden Schulen mit ihrer szenischen Lesung zum Thema „Die weiße Rose – Der Widerstand der Geschwister Scholl“.

Als besondere Veranstaltung wird auf der Hauptbühne „TERROR“ von Ferdinand von Schirach als Gastspiel der Burgfestspiele Mayen am 22. Juli zu erleben sein. Die Bühne wird zum Ort einer Gerichtsverhandlung, das Publikum zu Schöffen: Erst die Abstimmung am Ende des Abends entscheidet jedes Mal neu über den Ausgang des Stücks. Schuldig oder nicht schuldig? Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 zu retten? War es richtig, eine von Terroristen entführte Lufthansa-Maschine abzuschießen um zu verhindern, dass diese möglicherweise in ein vollbesetztes Stadion stürzt? Major Lars Koch muss sich vor Gericht verantworten…

Die erfolgreiche Premiere von „Theater trifft Skulptur“ hat konkret Folgen in einem zweiten Akt: „Metall“. Zugesagt hat der Bildhauer Sandro Antal. Antal macht sich das Material auf ganz unterschiedliche Weise zueigen: abstrakte, eher geometrische Arbeiten, aber auch konkrete Abbilder oder Sprachspiele und sogar Klangkörper.