Schützenfest Klein Jerusalem: viele neue Künstler dabei

Er hat sich im vergangenen Jahr einen lang gehegten Wunsch erfüllt – und mit dem 127. Schuss den Königsvogel von der Stange geholt: König Arno I. Lietz führt in diesem Jahr das Regiment des Schützenvereins Klein-Jerusalem 1854 durch das Schützenfest rund um die historische Kapelle kurz vor Neersen.

Vom 5. bis zum 10. Mai (Vatertag) einschließlich feiern die Schützen mit ihren Gästen – traditionell ist dieses Fest der Auftakt zu der Reihe von insgesamt acht Schützenfesten in der Stadt Willich. In diesem Jahr gibt es eine Neuerung im Fest-Ablauf – ein neues Konzept für die Party am Vorabend des Vatertags: Die Schützen laden zur „1. Neersener Megaparty“ in das Festzelt auf der Wiese am Schwarzen Pfuhl. Mit Anna-Maria Zimmermann, Jörg Bausch, Ina Colada und Jürgen Peter hat der Programmverantwortliche Musikdezernent Fabian Junkers Stars verpflichtet, die Garanten für gute Stimmung sind. Ralf Kivelip, der Vorsitzende des Schützenvereins, freut sich auf das Highlight für die Schützen und die Gäste: „Wir sind sehr zufrieden mit dem Vorverkauf.“

Aber auch rund um diese Veranstaltung bieten die Schützen ihren Gäste wieder viele Veranstaltungen – beginnend mit dem Schützenball am Samstag (5. Mai) und einer neuen Band – dem „Party Express Cologne“. „Die Band ist zum ersten Mal bei uns und spielt an allen Abenden bei den Bällen. Am Montag haben sie sich das besondere Motto einer Kölschen Nacht ausgesucht“, freut sich Ralf Kivelip auf eine weitere musikalische Veränderung. Mit dieser Band feiere der Verein „eine schöne, authentische Party“.

Das Königshaus

Das Königspaar Arno und Renate Lietz hat das Festjahr mit seinem Königshaus und dem Schützenzug – der König ist Gründungsmitglied des Jägerzugs „Weiße Rose“ – schon seit 2015 vorbereitet. Der Plan ging auf – und passt zudem in die Planungen des Zugs, der in diesem Jahr das 40-jährige Bestehen feiert.

König Arno – er ist Inhaber der Bauunternehmung Heinrich Siebes in Neersen – war bereits 2002 als Minister im Königshaus von Georg Junkers aktiv und engagiert sich auch sonst vielfach: Es gibt keine größere Bau-Aktivität im Verein, bei der er nicht hilft – Tribünenbau, Arbeit auf dem Schützenplatz, Aufbau des Schießstandes… Der König ist außerdem seit mehr als 30 Jahren im Löschzug Neersen der Freiwilligen Feuerwehr tätig. Eines seiner größten Hobbys ist Skifahren mit der ganzen Familie oder mit der Ski-Truppe – beides sind Pflichttermine im Winter. Er und die Königin gehen außerdem gerne kegeln. Das Königspaar hat sich beim Schützenfest kennen gelernt und hat zwei Söhne, Robert und Jan. Die Königin als gelernte Bankkauffrau kümmert sich um die Familie und die Buchhaltung im Familienbetrieb. Sie hat eine besondere Beziehung zur Kapelle Klein-Jerusalem: Eine ihrer Großmütter stammt vom Mauritz-Hof in der Honschaft.

Beim Königshaus wiederholt sich ein bisschen die Geschichte unter umgekehrten Vorzeichen: Als 1. Minister agiert Ex-König Georg Junkers für seinen Ex-Minister. Der Minister ist Flügeloffizier im Jägerzug „Weiße Rose“ und ist ebenfalls seit Jahren in verschiedenen Bereichen des Schützenvereins aktiv. Seine Hobbys sind gleichfalls Kegeln und Ski-Fahren. Seine Frau Simone ist gebürtige Korschenbroicherin, das Paar hat sich beim Schützenfest Unges Pengste kennengelernt. Beide haben zwei Söhne – Felix und Fabian sind aktive Mitglieder im Schützenverein. Während Felix in diesem Jahr Minister im Jungschützenkönigshaus ist, arbeitet Fabian erfolgreich im Vorstand und kümmert sich um die Musik im Festzelt.

Der 2. Minister Markus Pierkes gilt als „Allrounder“ im Schützenverein. Er ist seit 1994 Mitgliedim Verein und im Zug „Schicke Jonges“. Er war bereits Jungschützenkönig, Königs offizier, Minister und ist seit 2010 Adjutant des Platzmajors im Generalstab. Der Minister beschäftigt sich gerne mit historischen Landmaschinen, fährt Ski und ist Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr. Seine größte Aufmerksamkeit gehört seiner Frau Iris, die als kaufmännische Angestellte bei einem Getränke-Großhandel arbeitet, und den beiden Jungs Tom und Leo.

Extrem wichtig für die Abläufe im Könighaus ist der Königsoffizier – in diesem Jahr Volker Gebauer. Er ist seit 33 Jahren im Verein, war bereits in drei Wachzügen Mitglied und ist Zugspieß im Königswachzug „Weiße Rose“. Seine Frau Birgit ist gebürtige Krefelderin und konnte dort erste Erfahrungen im Schützenwesen sammeln. Neben ihren vier Kindern und Beruf bleibt Birgit nur noch wenig Zeit für weitere Hobbys.