SPD fordert Armutsbericht für Willich

Armutsbericht Stadt Willich
Symbolbild

Die SPD-Fraktion hat in ihrer jüngsten Sitzung am 16. April einen Antrag des stellvertretenden Parteivorsitzenden Lukas Maaßen verabschiedet, in dem die regelmäßige Fortschreibung des sogenannten Sozialatlas gefordert wird. Der letzte Sozialatlas wurde von der Verwaltung 2010 vorgelegt und habe nach Aussage der Stadt aufgrund Personalmangels nicht aktualisiert werden können.

Im SPD-Antrag heißt es wörtlich: „Der Sozialatlas ist ein wichtiger Indikator für die gesellschaftliche, sozioökonomische und demografische Situation in der Stadt Willich. Er kann somit als Planungsgrundlage für die weitere Entwicklung der Stadt als Wohn- und Arbeitsort für die Menschen dienen.“

„Nur auf Basis des Soziatlas können alle politischen Akteure kompetent entsprechende Entscheidungen für unsere Stadt treffen. Sollte es hierzu zusätzliches Personal bedürfen, muss die Politik die finanziellen Mittel bereitstellen“, erklärt Maaßen. Die weitverbreitete Annahme in Politik und Verwaltung, in Willich gebe es keine oder nur sehr wenig Armut, kann Maaßen nicht nachvollziehen. „400 Familien, die Unterstützung der Willicher Tafel benötigen, sind 400 zu viel. Wir brauchen dringend konkrete Daten und Zahlen zur sozialen Situation in unserer Stadt“, so Maaßen weiter.

Die SPD-Fraktion hat daher die regelmäßige Fortschreibung des Sozialatlas beantragt. Eine aktuelle Version soll demnach in einem Zweijahresrhythmus den Mitgliedern aller Fraktionen vorgelegt werden.