SPD Willich: Personalausstattung in Kitas durch Vertretungspool sichern

Kindergarten Willich

Mit gezielten Maßnahmen will die Willicher SPD-Fraktion die Personalausstattung der Kitas in Willich sichern – vor allem in Krankheits- und Vertretungsfällen. „Kaum etwas ist für die Betreuungsqualität so entscheidend wie eine vernünftige Ausstattung mit qualifiziertem Personal. Grundsätzlich sind die Willicher Kitas da gut aufgestellt. Aber wenn aufgrund von Krankheiten, Mutterschutz oder Elternzeiten Vertretungen gebraucht werden, können Engpässe entstehen,“ erklärt dazu die SPD-Sprecherin im Jugendhilfeausschuss, Dr. Sarah Bünstorf. „Wenn eine Erzieherin wegen Krankheit ausfällt, muss eine Unterstützung im Interesse der Kinder und der verbliebenen Kolleginnen und Kollegen schnell greifbar sein. Doch leider hat es sich in solchen Fällen oft als sehr schwierig erwiesen, am Arbeitsmarkt kurzfristig eine Vertretungskraft zu finden. Das gilt erst recht, wenn die Dauer des Vertretungsbedarfs gar nicht genau absehbar ist.“

Deshalb haben die Sozialdemokraten beantragt, zwei Springerstellen einzurichten, auf denen Erzieherinnen oder Erzieher unbefristet eingestellt werden, die bei Engpässen oder besonderem Bedarf in einer Kita kurzfristig einspringen und unterstützen können. Am häufigsten dürfte das bei Krankheitsausfällen sein. Aber auch andere temporäre Bedarfe könnten so abgedeckt werden, die sich z. B. im Zuge der Inklusion oder der Integration von Kindern aus Familien mit Fluchthintergrund ergeben.

Schwierig ist mitunter auch die Suche nach Ersatzkräften bei Elternzeiten und anderen längerfristigen Beurlaubungen. Bisher konnten solche Ersatzkräfte nur befristet eingestellt werden, was für Bewerberinnen und Bewerber nicht besonders attraktiv ist. „Um weiterhin qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu binden, muss die Stadt unbefristete Verträge anbieten,“ ist sich der Jugendhilfeausschussvorsitzende Dietmar Winkels (SPD) sicher. Um das haushaltstechnisch zu ermöglichen, soll die Stadt nach dem Willen der Sozialdemokraten entsprechende Reservestellen einrichten. „Wir zählen darauf, dass die anderen Fraktionen diesen Vorschlag im Zuge der Haushaltsberatungen unterstützen,“ so Winkels.