6 Bälle an jede Mannschaft im Rahmen der Aktion „Willich kickt fair“

Fairtrade Town Willich Fußball

Willich ist seit Dezember 2017 Fairtrade Town! Das bedeutet, sie hat 5 Kriterien für die Zertifizierung erfüllt. Wir wissen, dass die Auszeichnung nur ein erster Schritt ist. Nun gilt es, das Thema in der Politik und Verwaltung und Zivilgesellschaft zu verstetigen. Unter anderem soll nun jedes Jahr eine Veranstaltung zu diesem Thema organisiert werden. Für die Verwaltung ist zu sagen, dass es neben der Entwicklung von Projekten auch darum geht, die Vergabekriterien für städtische Aufträge entsprechend zu überarbeiten.

Neben der Berücksichtigung der Kriterien für fairen Einkauf verwaltungsintern, muss  das Thema in die Zivilgesellschaft transportiert werden. Angedacht sind zum Beispiel „Einkaufsführer“ für fairen Einkauf in Willich. Dabei soll auch der Bereich regionale Vermarktung und Bioprodukte ein große Rolle spielen.

Die  Aktion „Willich kickt fair“ richtet sich nun an alle Fußballvereine und Schulen in Willich. Wir wollen darauf hinweisen, dass man auch in der Freizeit auf Produkte des fairen Handels nicht verzichten muss. Und das hat einen sehr ernsten Hintergrund: Die meisten Bälle werden in Pakistan von Frauen und Kindern unter menschenunwürdigen Zuständen genäht. Die Frauen erhalten für normal produzierte Bälle ca. 50 €-Cent pro Ball. Eine gute Näherin schafft drei bis vier Bälle am Tag, sie erhält so maximal 2 € am Tag. Das reicht aber selbst in Pakistan nicht aus, um eine Familie zu ernähren, geschweige die Kinder zur Schule schicken zu können.

Durch faire Bezahlung erhalten die Erwachsenen ein ausreichendes Einkommen, das die Arbeit von Kindern verzichtbar macht. Sie können stattdessen  zur Schule gehen und haben selbst Zeit zum Spielen. Als Beweis dafür, dass diese  Bälle nicht schlechter sind als andere, bekommt jeder Fußballverein 6 Exemplare geschenkt. Diese Bälle wurden von der Jugendabteilung von Fortuna Düsseldorf getestet und für gut befunden. Im nächsten Schritt bekommen die Willicher Schulen ebenfalls fair gehandelte Fußbälle überreicht. Die Stadt erhofft sich dadurch, dass sich der Gedanke, mehr auf fair gehandelte Produkte zu achten, auch in den Vereinen die Runde macht.