Aktionswoche „Riegel vor!“: TIPP 3 gegen Wohnungseinbrecher

Polizei-Warnschild
Straßenschild einer Nachbarschaftsgruppe. Foto: Kreispolizei Viersen

Wohnungseinbrecher nutzen die Anonymität in Wohnsiedlungen für ihre kriminellen Machenschaften gerne aus. Hier haben sie ein geringes Entdeckungsrisiko, da sie in der Anonymität nicht so schnell befürchten müssen, dass irgendein Nachbar sich für den anderen interessiert. Eine gute Nachbarschaft und ein gewisses „aufeinander Aufpassen“ sind hingegen keine guten Voraussetzungen für Kriminelle:

Achten Sie auf unbekannte Personen oder Kraftfahrzeuge in Ihrem Wohnumfeld. Notieren Sie sich das Kennzeichen. Sollten Sie ein Foto von verdächtigen Personen gemacht haben, so veröffentlichen Sie dieses keinesfalls, auch nicht in einer Whatsapp-Gruppe. Das ist nicht erlaubt und kann teuer werden! Informieren Sie die Polizei und fragen, was Sie mit den Fotos machen sollen. Keinesfalls gehören sie ins Internet auf Social-Media-Plattformen. Beobachten Sie eine „verdächtige Situation“ oder Ihnen kommt etwas „nur“ komisch vor, rufen Sie bitte sofort die 110 an. Ihr komisches Bauchgefühl reicht dafür aus.

Oft sind es „komische“ Kleinigkeiten (mehrfaches Schellen und wenn jemand öffnet, wird nach irgendeinem angeblichen Nachbarn gefragt, fremde Personen schleichen durch ein Wohngebiet), die Vorbereitungshandlungen für Einbrüche sein können. Wir überprüfen dies gerne selber an Ort und Stelle und kommen nicht gerne erst dann, wenn der fremde Mann im Nachbargarten ins Haus eingebrochen ist und mit seiner Beute das Weite gesucht hat. Wenn es der Gärtner war, wird dieser Verständnis für die Überprüfung haben und Ihr Nachbar Ihnen sehr dankbar sein.

Einige Nachbarschaftsgemeinschaften haben beispielsweise WhatsApp- oder andere Messenger-Gruppen gebildet, um sich gegenseitig zu warnen. Das ist prima, wenn hierbei bestimmte Regeln und Grenzen beachtet werden. Immer dann, wenn Sie meinen, dass es Zeit für eine Warnung in der Gruppe ist, ist es genau die Zeit, wo Sie bitte vorher den Notruf der Polizei wählen und uns informieren, bevor Sie Ihre Nachbarn warnen.

Keinesfalls sollten Sie sich zu „Bürgerwehren“ organisieren oder verdächtige Personen ansprechen oder festhalten. Das ist alleine Aufgabe der Polizei, Selbstjustiz ist der falsche Weg für mehr Sicherheit. Gerne beraten wir Sie, wie Sie eine sinnvolle Nachbarschaftshilfe organisieren können.