Das Wohnzimmer von Sevda Aytekin (li.) wurde zur Nähstube – und Andrea Schmitz (re.) gab die textilen Alltagsmasken im Schiefbahner „Glückspilz“ gegen eine Spende für den Förderverein zugunsten krebskranker Kinder Krefeld ab. Foto: Förderverein

Einigkeit macht stark – gerade in Zeiten von Corona: Sevda Aytekin vom „Förderverein zugunsten krebskranker Kinder Krefeld“ erhielt jetzt eine Spende von rund 2.500 Euro von Andrea Schmitz, der Inhaberin des „Glückspilz“ in Schiefbahn.

Der Hintergrund: Beide Frauen engagieren sich seit Jahren im Förderverein und führen seit dem Beginn der Corona-Pandemie eine Benefiz-Aktion durch: Sevda Aytekin näht mit Unterstützung ihrer ganzen Familie textile Alltagsmasken – bunt, praktisch, bei 90° waschbar und in zwei Größen für Erwachsene oder Kinder. Andrea Schmitz gibt diese gegen eine Spende (Wunschbetrag 9,95 Euro) zugunsten des Fördervereins in ihrem Geschäft ab.

„Bei mir haben alle mitgeholfen: Mein Mann Aydin hat die Stoffe zugeschnitten und gebügelt, mein Sohn Eyüp hat die Bänder eingefädelt“, berichtet Sevda Aytekin über die Nähaktion. Im Laufe der Monate sind mehr als 250 Alltagsmasken entstanden, „meine Kunden waren froh, dass sie diese Schutzmittel bei mir bekommen konnten. Es hat ja nicht mehr jeder eine Nähmaschine“, berichtet Andrea Schmitz. Viele hätten außerdem deutlich mehr als ihren Wunschbetrag gespendet, als sie hörten, wofür das Geld verwendet würde.

Auch Design-Wünsche oder „Firmen-Aufträge“ wurden berücksichtigt: „Ein Malerbetrieb brauchte etwa zehn Alltagsmasken in Weiß, die habe ich dann auf Bestellung genäht“, erzählt Sevda Aytekin.

Der Förderverein zugunsten krebskranker Kinder Krefeld unterstützt Kinder und deren Familien, die im Helios Klinikum Krefeld wegen einer onkologischen Erkrankung behandelt werden. Es geht darum, Abwechslung im Klinikalltag zu bieten – etwa über die Klinik-Clowns oder die Anschaffung von Spielen für die Spielabteilung. Aber auch Forschungsprojekte zum Thema „Krebs bei Kindern“ werden dauerhaft finanziell unterstützt.

Die textilen Alltagsmasken gibt es auch weiterhin im „Glückspilz“ – und auch weiter gegen Spende.