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Die Kinder waren über vier Jahre begeistert dabei und werden das Projekt fortsetzen: Die Astrid-Lindgren-Schule in Schiefbahn darf sich jetzt über eine Auszeichnung als „Schule der Zukunft“ freuen. Seit 2016 haben verschiedene Projekte für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz begonnen.

Federführend sind die Kinder aus der Garten AG mit den Lehrerinnen Christa Röhrscheid und Melina Kleinert – aber auch alle anderen Schüler/-innen Lehrer/-innen und viele Eltern machen mit. Bei der Auszeichnungsfeier stellten die Viertklässler Kilian, Luisa, Nicole und Paul als Vertreter der gesamten Schülerschaft die Projekte vor. Die Besuchergruppe  – darunter Bürgermeister Josef Heyes, der künftige Bürgermeister Christian Pakusch und Schulrat Dr. Thomas Mohr – verfolgten die Erklärungen interessiert.

Das Kernthema der Kinder lautet „Unsere Schule is(s)t gesund – regional und saisonal – das ist uns nicht egal“. Dabei verzichten sie unter anderem Süßigkeiten und süße Getränke in der Frühstückspause, berichteten die vier Jung-Moderatoren. Diese Anforderung werde von Kindern und Eltern eingehalten. Seit 2016 gibt es dank der Unterstützung des Fördervereins immer mittwochs ein gesundes Frühstück: Der Obsthof Selders liefert Obst und Gemüse der Saison, das wird von Helfern verarbeitet und zur Frühstückspause in die Klassen gebracht.

Dieses Projekt musste Corona-bedingt unterbrochen werden – als Ersatz gibt es aber jetzt das Programm „Schulobst“ des Landes NRW: Die Schule erhält jeden Mittwoch Obst und Gemüse der Saison, das auf die Klassen verteilt wird.

Im Sommer 2018 kam dann das Thema „Klimaschutz“ dazu – angestoßen durch Hinweise der Kinder, so Lehrerin Christa Röhrscheid: „Durch Gespräche im Elternhaus und die zunehmende Berichterstattung in den Medien äußerten sie ihre Sorge über ihre Zukunft.“ Diese Frage nahmen die Lehrerinnen auf: Die Kinder beschäftigten sich gründlich mit Essgewohnheiten der Großeltern oder der Arbeit der ortsansässigen Landwirte. Sie erfuhren, welches Obst und Gemüse wann in der Region verfügbar ist und was es zum Beispiel bedeute, wenn „zu Weihnachten Erdbeeren aus Peru eingeflogen werde“, berichtete Nicole. So sei das Bewusstsein dafür gewachsen, dass Klimaschutz „bei uns in der Obst- und Gemüsekiste“ beginnt, meinte Kilian.

Außerdem drehten 20 Schüler/-innen einen Film mit der Forderung „Wir wollen ein plastikfreies Frühstück“. Dieser wurde Schulleiterin Cerstin Pelz und allen Schulgremien präsentiert und ist jetzt auch auf der Internet-Seite der Grundschule zu sehen.

Die Auszeichnung ist jetzt über eine Tafel am Schulgebäude und eine Flagge am Schulhoftor präsent.

Das Projekt „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ wird getragen von den Landesministerien für Schule und Umwelt. Es setzt das UNESCO-Weltaktionsprogramm u. Mit der Auszeichnung ist das Projekt noch nicht beendet. Das nächste Thema der Schüler/-innen und der Lehrer ist „Energie“.

Infos auf www.astrid-lindgren-schule-willich.de