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Er hatte sich für das Thema eine besondere Aktion einfallen lassen: Bei einer „mobilen Pressekonferenz“ erklärte CDU Parteivorsitzender Christian Pakusch, dass auch er sich bei den CDU-Mitgliedern um das Amt des Bürgermeister-Kandidaten bewerben werde. Wer diesen Posten bekommt, wird bei der Mitgliederversammlung am 26. Februar entschieden.

Damit hat die CDU zwei Bewerber für diese Position: Schon Anfang des Jahres hatte bekanntlich Johannes Bäumges diese Absicht verkündet, in einem gemeinsamen Termin mit Bürgermeister Josef Heyes. Dieser hatte zeitgleich gesagt, dass er sich nicht mehr für eine weitere Amtszeit aufstellen lassen möchte und sich für Bäumges als Nachfolger ausgesprochen.

Bei der „mobilen Pressekonferenz“ – einer Rundfahrt durch alle vier Stadtteile mit Zwischenstops an markanten Stellen – erklärte Pakusch die Hintergründe seiner Bewerbung in der Partei.

Da wäre als erstes die Verbundenheit zu seiner Heimatstadt, trotz seiner momentanen beruflichen Tätigkeit für den Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer, die teils in Viersen und teils in Berlin stattfindet: „Mein Herz ist ganz klar hier … Heimatliebe ist meine DNA“. Der noch-35-Jährige (Geburtstag: 31. Januar 1984) hält diese Jugend nicht für ein Ausschlusskriterium als Bürgermeister – Er sei „jung und umsetzungswillig“, wolle im Team arbeiten, aufmerksam zuhören und lösungsorientiert denken und handeln.

Kümmern als Wunsch

Als einen wesentlichen Charakterzug sieht er bei sich den Wunsch, sich „zu kümmern.“ Das ziehe sich durch seinen Lebenslauf – mit Themen wie seiner Tätigkeit als Messdiener und Gruppenleiter, im Pfarrgemeinderat, als Schülersprecher am St. Bernhard-Gymnasium in insgesamt 16 Vereinen und eben heute als Kommunalpolitiker. „Es ist ein schlechter Tag, wenn ich nichts mit Menschen mache.“ Es sei ihm wichtig, als Ansprechpartner nahbar zu sein.

Arbeiten könne er, betonte Pakusch: Schon als 15-Jähriger habe er in einer Kneipe und in einem Gartencenter gejobbt. Als 20-Jähriger ist er in den Willicher Rat eingezogen, seit 2014 ist er zudem Kreistagsmitglied. Er hat im Laufe der Jahre Erfahrungen im Bereich Soziales, Gesundheit und Familie, im Bereich Schule (als Schulausschuss-Vorsitzender) und Stadtplanung – er leitet derzeit den Planungsausschuss – gesammelt. Außerdem ist er seit 2008 im Aufsichtsrat der Grundstücksgesellschaft und seit 2014 Vorsitzender dieses Gremiums.

„Der Bürgermeister ist nicht der Hauptsachbearbeiter, sondern ein kommunikationsstarker und zielorientierter Kopf“, beschreibt Pakusch seine Zielsetzung, wenn er gewählt werden würde. Das Amt bedeute, ein „Dienstleister“ zu sein, gemeinsam mit der Verwaltung.

Ziele als Bürgermeister

Als Ziele seiner Bürgermeister-Tätigkeit nannte Pakusch unter anderem die Berücksichtigung der Bedarfe aller Generationen, vom Kita-Platz bis zum Platz im Pflegeheim sowie bezahlbaren Wohnraum für Jung und Alt; für Singles und Familien. Er wolle gemeinsam mit der Landwirtschaft für mehr Akzeptanz für die Arbeit der Landwirte werben. Verloren gegangene Lebensräume sollen wieder in der Landwirtschaft integriert werden. Klimaschutz und gerechtes Einkommen der Landwirt müsse unter einen Hut gebracht werden. Außerdem solle die Stadt bis 2050 klimaneutral sein. Weitere Themen sind die digitale Anbindung von Unternehmen, Verwaltung, Schulen und Privatleute, die Ausstattungsqualität der Schulen sowie ein ausgeglichener städtischer Haushalt, um politisch selbstbestimmt zu bleiben.

CDU nicht spalten

Um in den kommenden Wochen ein „transparentes und klares Verfahren“ im Vorfeld er CDU-Mitgliederversammlung zu gewährleisten, lasse er bis zu diesem Termin im Februar sein Amt als Parteivorsitzender ruhen, erklärte Pakusch. Er habe ein großes Unterstützerteam in der Partei und wolle „Kandidat für alle Generationen und alle CDU-Mitglieder“ sein.

Infos zu allen Aktivitäten gibt es künftig auf www.christianpakusch.de