Mit der Thematik der durch das Immissionsschutzrecht vorgegebenen Nachrüstung von Feinstaubfiltern in Holzöfen und Kaminen hat sich der Willicher Ausschuss für Umwelt und Nachhaltigkeit der Stadt Willich beschäftigt – und beschlossen, explizit auf die schädlichen Auswirkungen vor allem durch entstehenden Feinstaub und auf Möglichkeiten der freiwilligen Umrüstung auf Feinstaubfilter in Holzöfen und Kaminen noch vor den gesetzlichen Regelungsfristen hinzuweisen.

Holzfeuerungsanlagen verursachen vergleichsweise viel Feinstaub und andere Luftschadstoffe – wie etwa organische Verbindungen aus einer unvollständigen Verbrennung, die dann in die Umwelt freigegeben werden. Wie viel Feinstaub tatsächlich ausgestoßen wird, hängt aber nicht nur von Art und Alter der Anlage ab, sondern unter anderem auch von der Art der Befeuerung, vom Wartungszustand der Anlage sowie der Qualität des Holzes, das in den Ofen kommt, erläutert Erster und Technischer Beigeordneter Gregor Nachtwey: „Mit der gesetzlich vorgeschriebenen Nachrüstpflicht von Feinstaubfiltern in Holzöfen und Kaminen noch vor den gesetzlichen Regelungsfristen kann jeder aktiv ein Stück Umwelt- und Klimaschutz betreiben und zur Luftreinhaltung beitragen.“ Es empfiehlt, so Nachtwey, den für die jeweilige Anlage im Rahmen der Überprüfung zuständigen Schornsteinfegermeister anzusprechen und sich von diesem als Fachmann beraten zu lassen.

Hintergrund: Um die Feinstaubbelastung zu mindern, hat die Bundesregierung mit der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung verbindliche Richtlinien für den Ausstoß von Feinstaun und CO2 für kleine und mittlere Feuerungsanlagen wie Kaminöfen, Kachelöfen, Holzherde und offene Kamine festgelegt und Fristen für die Nachrüstung definiert. Die letzte Stufe der Nachrüstpflicht endet am 31.12.2024.