Bienen-Radweg: 8 Informationsstelen an markanten Orten installiert

Bienenacht-Radweg-Willich-Kolpingsfamilie
Ein Projekt gegen das Insekten-Sterben

Dieser Rad-Wander-Weg hat einen besonderen Hintergrund: Die Willicher Kolpingsfamilie mit den Kolping-Imkern hat den Weg der „bienenACHT“ teils rundum und teils mitten durch die Willicher Stadtteile gestartet. Der ausgeschilderte Weg will das Bewusstsein für mehr Nachhaltigkeit in unserem Leben verstärken. Der Name des Weges leitet sich von zwei Determinanten ab: Der Weg hat einerseits acht Stationen, an denen Stelen mit kurzweiligen Informationen zum Thema Bienen und ihrer Bedeutung für die Natur und unser tägliches Leben. Allerdings stehen die Bienen eigentlich beispielhaft für alle Insekten um aufzuzeigen, in welches Ungleichgewicht die Natur durch den Mangel an Insekten gerät.

Andererseits sind die Wege so geplant, dass sie in der Abbildung auf der Landkarte die Form der Zahl „Acht“ nachbilden. Geographisch beschrieben liegt die östliche Abgrenzung der „kleinen Schleife“ auf einem Weg, der die Moosheide mit der Dickerheide verbindet. Mittelpunkt und Ausgangspunkt beider Schleifen ist eine Streuobstwiese nach dem Kreisverkehr Langenfelsweg / Klein Kempen auf der westlichen Seite von Wekeln. Die westliche Abgrenzung der „großen Schleife“ ist eine Verbindung von der Schlesierstraße in Anrath über Neersen bis zur Cloerbruch-Allee.

Die kürzere Strecke ist ca.9,5 Kilometer lang, die längere ca. 13,5 Kilometer.

Acht Infostationen

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8 verschiedene Informationsstelen stehen entlang des Radwegs.

Die acht Informationsstelen sind an markanten, themenbezogenen Punkten installiert. Sie liefern jeweils konkrete Informationen, wie jeder von uns ACHT-sam zum Erhalt und Wohlergehen von Bienen und Insekten beitragen kann. So steht am Schauhof Zens (Dickerheide) eine Stele mit Informationen zur Bienengesundheit. Am Tentenhof erklärt die Stele die Anlage einer Bienen- weide und selbst mitten im Ortskern Willichs findet die Biene ihren Platz: Auf dem REWE-Parkplatz informiert die Stele über „die Biene als Lieferant“. Am Mittelpunkt – der Streuobstwiese am Langenfelsweg – geht es um die Funktion der Bienen bei „Bestäubung und Befruchtung“. Auch an der Turnhalle der Leonardo da Vinci-Schule findet sich eine Stele zum Thema „Bienenordnung“ oder an der Eva Lorenz-Umweltstation geht es um „Bienenvielfalt“. An der Imkerei van den Bongard am Donkweg geht es dann naheliegenderweise um „Bienenprodukte“ in unserem Alltag.

Die Nutzer der „bienenACHT“ sind nicht in der Verpflichtung, die einzelnen Stelen in einer festgelegten Reihenfolge zu besuchen, sondern können sich ihre Strecke auch individuell gestalten oder zum Beispiel die beiden Schleifen auf verschiedene Tage aufteilen.

Insektensterben

Das Thema Bienen- oder Insektensterben beschäftigt die Umweltschützer seit mehreren Jahren besonders intensiv. Es gibt verschiedene Gründe und Aspekte, aber nicht eine in sich schlüssige, alleinige Definition des Begriffes. Für das Bienensterben werden – je nach Position – die globalisierte, industrielltechnische Form der Landnutzung mit Mono-Kulturen und Pestiziden… oder auch neue Parasiten und eine erhöhte Wintersterblichkeit verantwortlich gemacht.

Andererseits gibt es verschiedene Projekte, die teils von der EU gefördert werden, um die Anlage von Blühwiesen zu unterstützen. In Willich haben mehrere Landwirte – darunter die Hans Brocker KG oder auch Georg Heyes – solche Blühwiesen angelegt. Hans Brocker hat aber auch bereits für Schulprojekte Saatgut für Blühwiesen gestiftet oder es gibt eine Schmetterlingsinsel im Schlosspark Neersen. Auch die Stadt Willich versucht, Flächen des sog. „Straßen-Begleitgrüns“ so umzuwandeln, dass dort artenreiche Kräutermischungen ausgesät werden.

Info

Die Willicher Kolpingsfamilie hat einen Info-Flyer zur „bienen-ACHT“ entwickelt, der einerseits Informationen und eine Streckenkarte bietet. Auch eine Wegführung per GPS ist über den Scan eines QR-Codes auf der Broschüre möglich.