Foto: Obsthof Mertens

Umgangssprachlich wird die Phacelia auch „Bienenweide“ genannt – und genau das ist der Zweck dieser Maßnahme: Auf einem rund 20.000 m² großen Ackerstück des Obsthof Mertens leuchtet es jetzt lila – und es tummeln sich Bienen und Hummeln auf den Blüten.

Obstbaumeister Frank Mertens hat diese Fläche gezielt nicht mit ertragbringenden Pflanzen wie Erdbeeren bepflanzt: Eigentlich ist die Phacelia eine bei den Landwirten beliebte Gründüngungspflanze, denn mit ihrem dichten Wurzelsystem nutzt sie die Nährstoffvorräte im Boden gut aus. „Sie wird sonst im Frühjahr vor der Blüte untergepflügt und übergibt die Nährstoffe nach Verrottung leicht an die Nachfolgefrucht“, erklärt Obstbaumeister Frank Mertens.

In diesem Jahr hat er sich aber entschlossen, die Pflanzen nicht früh unter zu arbeiten, sondern erst die Blüte abzuwarten und danach unter zu pflügen.

Der Grund: Im späten Herbst wird auf diesem Feld eine neue Apfelplantage angelegt. „Wir möchten hier die Sorten Wellant, Berlepsch und Santana anbauen“, führt Obstbauer Henrik Mertens – die nächste Generation auf dem Obsthof Mertens – aus. Weil das Feld in diesem Jahr nicht über den Sommer anderweitig nutzbar gewesen wäre und um den Insektenschutz zu unterstützen, haben sich Vater und Sohn eben dazu entschlossen, die Gründüngungspflanze stehen und blühen zu lassen.