Die Wildblumenflächen wurden von den Insekten gut angenommen, zeigt Andrew Buck: Beim Fototermin flattern Kohlweißlinge und Hummeln über die Blüten.

Schafgarbe, Mohn- und Kornblumen, Wiesenkerbel, Wilde Möhre oder Glockenblume sowie andere heimische Blühpflanzen – insgesamt 33 verschiedene Sorten: Auf der Willicher Golfanlage Duvenhof hat ein Bienen- und Blumenprojekt begonnen.

„Wir haben an den Seiten mehrerer Bahnen Flächen mit bienen- und insektenfreundlichem Saatgut eingesät – insgesamt an sechs Stellen und auf einer Fläche von insgesamt 2000 m²“, erklärt Andrew Buck, Head-Greenkeeper auf der Golfanlage. Die Golfanlage möchte damit auch einen Teil dazu beitragen, das Bienen  und Insektensterben zu reduzieren.

Die Saatgut-Mischung besteht aus einer Mischung von Gräsern und Blumen, die sich für eine „Fettwiese“ auf nährstoffreichen Böden eignen und mehrjährig wachsen, erklärt Golfplatz-Planer und Landschaftsarchitekt Wolfgang R. Mueller. Die Samenmischung hat so feine Körner, dass sie mit Maisschrot gemischt und dann ausgesät wurde. Diese Mischungen werden von Spezialfirmen angeboten. Die Kosten rein für das Saatgut betrugen rund 400 Euro. Der Boden wurde von den Greenkeepern für die Aussaat vorbereitet.

Das Projekt ist in mehrfacher Hinsicht ein Test: Wenn die Blumenwiesen von der Tierwelt gut angenommen werden, sollen weitere Flächen folgen. „Außerdem überlegen wir, Bienenstöcke auf den beiden Plätzen an geeigneten Stellen aufzubauen“, so Buck. Allerdings gelte es auch darauf zu achten, dass die Samen der Wildblumen sich nicht unkontrolliert auf den gepflegten Flächen der Bahnen aussäen. „Wir müssen abwarten, wie sich das entwickelt. Das kann man im Moment nicht sagen“, so Buck.