Breitbandausbau: Stadt Willich droht den Anschluss zu verlieren

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Weil auf der Homepage der Stadt Willich keine Informationen zum Breitbandausbau vorhanden waren, stellte die SPD-Fraktion Anfang September eine Anfrage an die Willicher Stadtverwaltung und bat darum, detaillierte Informationen zum aktuellen Netzausbau für die Öffentlichkeit online zugänglich zu machen.

Der sogennante Breitbandbericht für die Stadt Willich wurde daraufhin zum Download auf der Homepage angeboten.

Wie die Verwaltung auf die Anfrage mitteilt, rechnet Bürgermeister Heyes mit einem flächendeckenden Breitbandausbau erst in fünf Jahren. In den Gewerbegebieten Münchheide und Stahlwerk Becker werden zurzeit parallel zwei Glasfasernetze verlegt, einmal von der Telekom und einmal von der Deutschen Glasfaser. Kreisweit wurde ein Förderbescheid für einen Ausbau auch der unterversorgten Adressen <30 Mbit beantragt und auch erteilt.

„Dass mit einem flächendeckenden Breitbandausbau erst in fünf Jahren zu rechnen ist, halte ich für zu spät. In der Zeit der absoluten CDU-Mehrheit wurde der wichtige Ausbau des Highspeed-Netzes verpasst. Nun besteht das Risiko, den Anschluss zu verlieren. Ein Lichtblick ist das Glasfasernetz in den Gewerbegebieten. Für den Bürgermeister wäre es eine Peinlichkeit, sollte ein Unternehmen aufgrund des hinterherhinkenden Breitbandausbaus den Standort wechseln. Schließlich sind wir auf die Gewerbesteuereinnahmen als eine der Haupteinnahmequellen angewiesen.“, erklärt SPD-Vorsitzender Lukas Maaßen.

„Auch im Gesundheitsbereich, wie zum Beispiel bei den Möglichkeiten der modernen Telemedizin, ist der Netzausbau die Grundvoraussetzung. Leider hat die Stadt Willich schon eine Menge Zeit verloren. Das müssen wir jetzt gemeinsam ändern. Wir dürfen den Anschluss nicht verlieren!“, ergänzt der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Hendrik Pempelfort.