Foto: Stadt Willich

Geschafft – und bald trollen sie wieder: In Zusammenarbeit mit der SWK MOBIL und dem Krisenstab der Stadt Willich haben die Bürgerbusvereine in der Stadt Willich ein Konzept zur Wiederaufnahme des Fahrbetriebes erarbeitet: angesichts der nach wie vor bestehenden und so konkreten wie vielseitigen Auflagen der aktuellen Corona-Schutzverordnung wirklich kein Kinderspiel.

„Die Busse wurden alle mit Husten- und Niesschutzvorrichtungen umgerüstet – und so können wir ab dem 1. Juli mit allen Bürgerbusvereinen in Anrath, Schiefbahn und Willich wieder einen reduzierten Fahrplan anbieten“, freut sich Patricia Ohlenforst-Jakobi, bei der Stadt im Geschäftsbereich Stadtplanung als Geschäftsführerin der Bürgerbusvereine tätig.
Von montags bis freitags rollen die Busse von 8 – 12 Uhr, samstags von 9-12. Denn natürlich ist der Fahrplan unter den aktuellen Gegebenheiten massiv abgespeckt – Hinweise an den Haltestellen machen darauf auch aufmerksam.

Wie in allen ÖPNV-Fahrzeugen gilt auch bei den Bürgerbussen eine Maskenpflicht für die Fahrgäste, und die Vereine bitten auch um Verständnis, dass derzeit die Sitzplatzanzahl auf Personen aus maximal drei Haushalten reduziert ist. Außerdem müssen die persönlichen Daten der Fahrgäste zur Infektionskettennachverfolgung im Fall des Falles aufgenommen werden. Ohlenforst-Jakobi: „Der Verein bittet seine Fahrgäste, die ehrenamtlichen Fahrerinnen und Fahrer hierbei zu unterstützen. Die geführten Listen werden nach vier Wochen durch die Stadt Willich vernichtet.“

Diverse Vorkehrungen zum Schutz aller Beteiligter wurden im Bus getroffen: Unter anderem gibt es jetzt Husten- und Niesschutzvorhänge zwischen Fahrgastraum und Fahrersitz, es werden unterschiedliche Schutzmaterialien und Flächendesinfektionsspray bereitgehalten; auch für die regelmäßige Desinfektion der Haltestangen und -Griffe wird gesorgt. Außerdem werden zum Schutz der Fahrerinnen und Fahrer in Blick auf eine weitestmögliche Kontaktminimierung auch keine Tickets verkauft. „Stattdessen gibt es eine Spendenbox im Fahrgastraum“, erläutert die Geschäftsführerin.

Schließlich noch zwei Besonderheiten „auf Strecke“: An der Bütt (der Betrieb dort ist pandemiebedingt auch ein sehr spezieller…) ist die Zufahrt zur Bürgerbushaltestelle durch Gitter verengt, dort muss gegebenenfalls über den Parkplatz der Jakob-Franzen-Halle ausgewichen werden. Und in Schiefbahn haben sich – ebenfalls „dank“ Corona – die Tiefbau-Arbeiten rund um die Schillerstraße verzögert; dort muss eine Umleitung gefahren werden.