„Das wird ein hartes Stück Argumentationsarbeit“, so kommentiert Peter Mackes von der Bürgerinitiative „Pro Glasfaser in Willich“ die bevorstehende Bürgerinformationsveranstaltung in der Mensa des St. Bernhard Gymnasiums am kommenden Dienstag um 19 Uhr.

Gemeinsam mit Vertretern der Willicher Ratsfraktionen will Mackes einen neuen Anlauf für die Erschließung von Schiefbahn und Niederheide mit der Glasfaser-Technologie nehmen. „Es wäre sehr schade, wenn wir die Bürger nicht von den großen Vorteilen dieser Breitband-Technik überzeugen können, die für die Menschen, Behörden und die Wirtschaft so wichtig ist“, sagt Mackes, der derzeit im Neersener Baubüro der Deutschen Glasfaser seine ehrenamtliche Tätigkeit ausübt.

FDP-Ratsfraktionsmitglied Ralf Klein, der stellvertretend für die Willicher Ratsfraktionen die Bemühungen der Bürgerinitiative unterstützt, mahnt: „Die Schiefbahner werden nicht nur den Anschluss verlieren, sondern wahrscheinlich in den kommenden 5-10 Jahren nicht mehr mit Glasfaser erschlossen werden. So werden vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sowie Home-Offices, die nicht in Gewerbegebieten liegen, aber auch Händler in Schiefbahn von der modernen Telekommunikationstechnologie abgeschnitten sein. Aber auch Ärzte und Behörden werden mittelfristig ein Problem bekommen.“

Bereits heute schon merkt man, dass zu bestimmten Tageszeiten die Geschwindigkeit des alten Kabelnetzes in die Knie geht, wenn besonders viele Nutzer im Internet unterwegs sind. „Viele Haushalte haben mittlerweile mehrere Geräte im Einsatz und es wird viel gestreamt. Hinzu kommt, dass die Endgeräte immer leistungsfähiger werden und Glasfaser-Speed für zügige Down- und Uploads brauchen“, argumentiert Peter Mackes.

Der Schiefbahner FDP-Ratsherr Franz-Josef Stapel freut sich auf die bevorstehende Veranstaltung: „Die  Politiker aller Fraktionen, der erste Beigeordnete der Stadt Willich, Willy Kerbusch und fachkompetente Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser werden den Bürgern für Fragen zur Verfügung stehen. Rainer Höppner, der die Schiefbahner Werbegemeinschaft führt und zugleich IHK-Vizepräsident ist, hat ebenso zugesagt. Wir alle kämpfen nun für den Einzug der Glasfaser-Technologie. In Wekeln, Hardt und Neersen kommt Glasfaser und ich möchte nicht, dass Schiefbahn und Niederheide die gallischen Dörfer der Internet-Struktur werden.“