Foto: Symbolbild

„In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Notsituationen: junge Erwachsene mussten ‚von jetzt auf gleich‘ das Elternhaus verlassen und benötigten eine Notunterkunft,“ umschreibt die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Barbara Jäschke ein aktuelles Problem. Die Instrumente der Jugendhilfe wie Streetwork und Jugendfreizeiteinrichtungen könnten hier nicht helfen: „Es geht um eine Unterkunft für Tage oder Wochen.“ Auch Verwandte stünden den ‚Jungen Obdachlosen‘ nicht selbstverständlich für derartige Hilfen zur Verfügung: „Eine Frage der räumlichen Möglichkeiten, auch der kommunikativen Situation.“

Florian Purnhagen, Sprecher der CDU im Jugendhilfeausschuss, weist auf die guten Erfahrungen mit der Trafo-Ladestation in Anrath hin, in der junge Erwachsene zwischen 18 und 27 Jahren, die von Obdachlosigkeit bedroht sind, kurzfristig untergebracht und betreut werden können. „Wir bitten die Verwaltung, von dieser Erfahrung ausgehend weitere Vorschläge zu entwickeln.“ Wichtig sei, dass den jungen Menschen in einer ernsten Krisensituation nachdrücklich geholfen werde, eine Perspektive für ihr Leben zu entwickeln. Nach Möglichkeit sollten die Unterbringungsmöglichkeiten in allen Stadtteilen angesiedelt werden.