Für nicht akzeptabel hält Dieter Lambertz, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Willich und deren Obmann im Sozialausschuss, die jüngste Pressemitteilung der Willicher SPD.

In dieser Pressemitteilung, die unter der Überschrift steht „SPD und Winkels möchten bezahlbaren Wohnungsbau statt CDU-Campingplätze“, kritisiert die SPD einen Antrag der CDU, in der die Union eine Prüfung anregt, inwieweit für Tiny-Häuser in Willich ein Bedarf besteht und wo diese im Stadtgebiet ggf. realisiert werden könnten.

Dieter Lambertz sagt: „Nachdem wir den von Ratsfrau Barbara Jäschke angeregten Prüfantrag der CDU-Fraktion zu den Tiny-Häusern vom 09.11.2019 in der Sitzung des zuständigen Sozialausschusses unserer Stadt am 19.02.2020 vorgestellt hatten, wurde dieser Antrag von anderen Fraktionen und durch die Fachverwaltung begrüßt und sodann einstimmig beschlossen. Wenn sich jetzt der Bürgermeisterkandidat der SPD, Dietmar Winkels, hinstellt und auf den Prüfantrag mit Unverständnis reagiert, so handelt er doppelzüngig, denn man kann ja nicht den Antrag im Ausschuss einerseits mit beschließen und dann andererseits anschließend den Weg in die Presse suchen, um den Antrag dort als Frechheit zu kritisieren. Im übrigen ist Herr Winkels ja auch noch Vorsitzender des Sozialausschusses.“

Auch die Aussage, die CDU habe in Willich fast ausschließlich große Häuser und noch größere Grundstücke für Besserverdienende gebaut und ausgelobt, lässt die CDU-Fraktion so nicht stehen. Dazu Dieter Lambertz: „Herr Winkels müsste es eigentlich besser wissen, dass wir uns seit Jahren für alle Wohnformen einsetzen. Alleine in Anrath haben die Anträge der CDU-Fraktion dafür gesorgt, dass etwa 50 kleinere und größere barrierefreie Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein entstanden sind. Auch die Tatsache, dass im Haushalt der Stadt Gelder bereitstehen, damit wir weiterhin Wohnungen in allen Stadtteilen fördern können, ist auf einen Antrag der CDU-Fraktion zurückzuführen.“

Dem Vorsitzenden der SPD in der Stadt Willich, Lukas Maaßen, rät Lambertz, sich künftig besser erst schlau zu machen und die Position der eigenen Fraktion zu verinnerlichen, ehe man an die Öffentlichkeit geht und dort den politischen Gegner attackiert. Mit einem Schmunzeln ergänzt er: „Eigentlich kritisieren die Herren Winkels und Maaßen ja nicht nur die anderen Fraktionen, sondern auch die eigenen Genossen, die den Antrag unterstützt haben. Aber damit müssen sie selbst, nicht zuletzt in der eigenen Partei klarkommen.“

Die CDU-Fraktion bedauert, dass die SPD sich auf den Weg gemacht hat, – möglicherweise aus wahltaktischen Gründen – das gute Miteinander der Fraktionen im Rat der Stadt Willich zu verlassen.