Wohnen auf wenigen Quadratmetern in Form von so genannten Tiny Häusern möchte die CDU-Fraktion jetzt auch in Willich ermöglichen. Die Stadtverwaltung soll hierzu prüfen, ob für Tiny Häuser, also reduzierten, oft mobilen Eigenheimen,  in Willich ein Bedarf besteht und inwieweit durch Anpassungen des Baurechts die Nutzung solcher Häuser erleichtert werden kann.

Barbara Jäschke, Geschäftsführerin der Willicher CDU-Fraktion sagt: „Das Konzept der Tiny Häuser bietet die Möglichkeit, preiswertes Wohnen zu schaffen, aber auch auf den Wunsch von Menschen zu reagieren, flexibel und minimiert sowie energiearm zu wohnen. Damit werden nicht nur sozial Schwache angesprochen, sondern auch jene Menschen, die sich auch größere Häuser leisten können, aber eben dort nicht wohnen wollen, weil sie ihren CO2-Abdruck klein halten wollen oder überzeugte Minimalisten sind.“

Die CDU-Fraktion hat erfahren, dass komplizierte Bauvorschriften, Genehmigungsvorgaben und Straßenverkehrsordnungen häufig die Realisierung der Tiny Häuser verhindern. Sie möchte, dass solche bürokratischen Hindernisse in Willich möglichst gering sind und Tiny Häuser in der Stadt realisiert werden können.

Tiny Häuser sind eine günstige und nachhaltige Möglichkeit, sich – entweder als Eigentümer oder Mieter – Wohnraum zu schaffen. Außerdem bieten diese Häuser für die wachsende Zahl von Alleinstehenden, Alleinerziehenden oder Paaren ohne Kinder häufiger ein besseres Angebot, als die bislang üblichen Einfamilienhäuser mit 100 qm aufwärts. Häufig sind die kleinen Häuser auch günstiger im Unterhalt und haben einen besseren ökologischen Fußabdruck als große Häuser. Die meisten Tiny Häuser lassen sich zudem nach eigenen Lebensplänen leicht verändern, erweitern oder auch wieder zurückbauen.