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„Wir handeln in den Ortszentren immer im Auftrag des Rates und starten nur Projekte, die dieser genehmigt“, so erklärt Willy Kerbusch, Geschäftsführer der Grundstücksgesellschaft der Stadt Willich (GSG) ein Aufgabenfeld, das sich seit etwa 2012 etabliert hat: Die ursprünglich für den Aufbau der Gewerbegebiete gegründete GSG entwickelt gezielt Flächen oder Immobilien in den Ortszentren, um insgesamt das Stadtbild zu verschönern, oder die Angebotspalette in den vier Stadtteilen zu verbessern, bzw. zu erweitern. Seit 2012 / 2013 ist die GSG auch in Innenstadt- bzw. Wohnbereichen Willichs tätig – mit ausgewählten Projekten und mit klaren Zielvorgaben.

PROJEKTE IN VIER STADTTEILEN

Die Innenstadt-Tätigkeit hat mit „relativ überschaubaren Projekten“ begonnen, so Kerbusch: So hat die GSG ein Gebäude am Markt in Alt-Willich gekauft und zu einer Gastronomie-Lösung – dem beliebten Kleeberg – entwickelt. Es folgte das Gebäude Markt 1 – ein stadtbild-prägendes Objekt, dessen Sanierung die Eigentümer aber nicht mehr selbst realisieren konnten: „Das haben wir inzwischen vollständig saniert und auch im Innenhof zum Beispiel behindertengerechte Toiletten für Stadtfeste eingerichtet. Also wir haben das Objekt dauerhaft gut für die Stadtentwicklung gesichert“, so Kerbusch. Die in unmittelbarer Nähe gelegene „Stadtschmiede“ was ein wichtiges Element für die Erneuerung des Marktplatzes und ein Sinnbild für die Bürgerbeteiligung bei diesem Projekt.

Um für den Stadtteil Willich eine Saallösung zu erhalten, hat die GSG Gaststätte und Saal Krücken gekauft und von Grund auf modernisiert. Auf die Zukunft ausgerichtet ist die Arbeit der GSG auf der anderen Seite der Peterstraße: Die Grundstücksgesellschaft hat begonnen, die Gebäude im Ortseingang zu erwerben, um perspektivisch diesen historisch nicht sehr schönen Bereich von Seite Parkstraße / Peterstraße neu zu gestalten. „Das heißt, die Stadt hat dort eine entsprechende Sanierungssatzung auf den Weg gebracht um irgendwann diese Objekte zu erwerben und sie dann zu entwickeln“, so Kerbusch: „Das Ganze hat den Hintergrund: Grundstücke muss man kaufen, wenn sie auf dem Markt sind und nicht, wenn man sie braucht.“

Aktuelles Projekt ist das Gebäude der Discothek Melody mit dem früheren Kino. Dort soll ein Kino mit Kleinkunstbühne entstehen. Die GSG schafft die baulichen Voraussetzungen, als Träger der Kleinkunstbühne gibt es einen Verein, der von der Stadt im Rahmen der Kulturförderung unterstützt wird.

UMWELTSCHUTZ, SOZIALPOLITIK UND EINZELHANDEL

Ganz andere Aspekte sind bei den Projekten der GSG in Neersen wichtig: In Neersen hat die GSG den quasi abbruchreifen „schwarzen Pfuhl“ gerettet und den Ortseingang neugestaltet. Es entstehen dort zusätzlich ca. 30 Wohneinheiten barrierefrei. Auf dem Gelände des früheren Kindergartens „Brücke“ schafft ein Investor zehn seniorengerechte Wohnungen und „gleichzeitig haben wir den Meerhof entwickelt: Dort haben wir 70 000 m² Streuobstwiesen als Ausgleichsflächen für Münchheide V neu angelegt. Das ist ein Superbild, die größte ökologische Maßnahme, die in der Stadt Willich jemals umgesetzt wurden“, so Kerbusch.

In Anrath geht es aktuell darum, über Grundstückskäufe Möglichkeiten für einen Vollsortimenter zu schaffen. „Zusätzlich haben wir ein großes Grundstück an der Bogenstraße gekauft, das unter Umständen während der Umbauphase einen Parkplatz-Ausbau im Zentrum ermöglicht. Das sind so klassische Projekte, die direkt auf die Innenstädte durchgreifen“, schildert Kerbusch.

Erfolgreich war die GSG in Schiefbahn: Dort wurde das alte Brauhaus vollständig saniert und die Stadtbücherei ist dort eingezogen. Außerdem wurden drei sehr attraktive Wohneinheiten geschaffen. Auf der Rückseite zum Wallgraben sollen weitere drei Wohneinheiten barrierefrei und ortsnah entstehen. „Man merkt aber, dass der Wohnungsbau für uns immer nur ein ergänzendes Projekt ist, wenn noch bebaubare Teilgrundstücke zur Verfügung stehen. Ansonsten bräuchten wir das Know-how und die Gestaltung einer Wohnungsbaugesellschaft. Dafür ist die Grundstücksgesellschaft nicht aufgestellt. Das kann sie nicht, dafür haben wir ja einen Partner im Unternehmen, die GWG Kreis Viersen“, so Kerbusch zu grundsätzlichen Fragen.

INFO

Die GSG wurde Ende 1985 gegründet, nachfolgend zu den politischen Beschlüssen über die Entwicklung von Münchheide. Ihre Arbeit wurde sehr geprägt von der damaligen Bürgermeisterin Käthe Franke, Stadtdirektor Hans Lamers, Kämmerer Dieter Hehnen und Wirtschaftsförderer Gerd Zenses. Heute besteht die Geschäftsführung aus dem bis zum 31.Mai 2021 amtierenden Kämmerer / 1. Beigeordneten Willy Kerbusch, dem Wirtschaftsförderer Christian Hehnen,, dem Technischen Beigeordneten Gregor Nachtwey sowie Gesa Slomian, die als die kaufmännische Prokuristin des Unternehmens tätig ist. Markenzeichen der GSG wird auch in Zukunft die schlanke, schnelle und effiziente Organisation sein.