Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat in seinem Erlass vom 20. März entschieden, dass Personen mit einer Vorerkrankung einen Termin zur Coronavirus-Schutzimpfung von ihrem Hausarzt erhalten sollen. Eine Impfung im Impfzentrum ist für diese Personengruppe nicht möglich.

Folgende Personengruppe, bei denen ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, ist zukünftig impfberechtigt und kann sich ab Dienstag, 6. April, einen Termin bei ihrer Hausarztpraxis vereinbaren:

  • Personen mit Trisomie 21 oder einer Conterganschädigung
  • Personen nach Organtransplantation,
  • Personen mit einer Demenz oder mit einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung, insbesondere bipolare Störung, Schizophrenie oder schwere Depression,
  • Personen mit behandlungsbedürftigen Krebserkrankungen,
  • Personen mit interstitieller Lungenerkrankung, COPD, Mukoviszidose oder einer anderen, ähnlich schweren chronischen Lungenerkrankung,
  • Personen mit Muskeldystrophien oder vergleichbaren neuromuskulären Erkrankungen,
  • Personen mit Diabetes mellitus mit Komplikationen,
  • Personen mit Leberzirrhose oder einer anderen chronischen Lebererkrankung,
  • Personen mit chronischer Nierenerkrankung,
  • Personen mit Adipositas (Personen mit Body-Mass-Index über 40),
  • Personen, bei denen nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein sehr hohes oder hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht.

Noch steht den Praxen eine geringe Impfstoffmenge zur Verfügung, so dass es zu Wartezeiten kommen kann. Der Kreis Viersen empfiehlt Betroffenen, vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt aufzunehmen.

Personen, denen durch ein ärztliches Zeugnis eine Unverträglichkeit gegen den Impfstoff eines bestimmten Herstellers bescheinigt wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt kein Angebot mit einem anderen Wirkstoff gemacht werden. Dies ist über einen entsprechenden Erlass geregelt, der jeder Personengruppe einen bestimmten Impfstoff zuweist.

Alle über 80-Jährigen, die noch keinen Termin zur Impfung erhalten haben, können über die Hotline 0800/116 117 01 oder online über www.116117.de auch kurzfristig Termine vereinbaren.