Deutsche Glasfaser will Stadtgebiet besser mit Glasfaser versorgen

Deutsche-Glasfaser-Willich
Mit Glasfaser in die Zukunft – und hier vor der entsprechenden Pressekonferenz (von links): DG-Projektmanager Murat Dumaz, Mike Bierwas (Wirtschaftsförderung Willich), Bürgermeister Josef Heyes, Volker Sternemann (Netz-Administrator Schulen Stadt Willich), DG-Gebietsleiterin Nicole Holländer, Geschäftsbereichsleiter Bernd Hitschler sowie die DG- Projektmanager Serpil Durmaz und Daniel Adam.

Es geht weiter: Der Glasfaserausbau durch die Deutsche Glasfaser (DG) auf Willicher Stadtgebiet erreicht nun auch verstärkt und konzertiert die privaten Areale: Bei einer Pressekonferenz in der Leonardo-Da-Vinci Gesamtschule in Schiefbahn, bei der auch Bürgermeister Josef Heyes die Wichtigkeit schneller Datenverbindungsmöglichkeiten betonte und auf die Zukunftssicherheit entsprechender Investitionen verwies, wurde das Projekt vorgestellt. Dort traf man sich im Übrigen nicht zufällig zu diesem Thema: Auch die Stadt hat ein massives Interesse am Ausbau mit dem schnellen Glasfasernetz. Die Anbindung und Vernetzung der in der Stadt auch technisch gut aufgestellten Schulen ans datenpotente Netz wird allgemein als Schlüssel zu einer guten, zukunftsgerichteten Ausbildung der nächsten Generationen gesehen.

DG-Gebietsleiterin Nicole Holländer erläuterte die nächsten Schritte in den kommenden zwölf Wochen: In einer sogenannten Nachfragebündelung soll nun in einzelnen Arealen eine Auftragsdichte von 40 Prozent erreicht werden – dann ist das Ganze für die DG wirtschaftlich darstell- und realisierbar.

In den nächsten zwölf Wochen wird darum nun massiv in zwei Bereichen um künftige Kunden geworben: Zum einen im gesamten Areal Schiefbahn West, zum anderen Am Bützenhof, Dickerheide, Kückeshäuser, Niederheide und Wekeln West. Ab September soll es dann auch in Neersen zu einer entsprechenden Nachfragebündelung kommen.

Grundsätzlich geht es bei diesem zukunftssicheren Modell um eine Verlegung des schnellen Glasfaserkabels bis ins Haus (FTTH, „Fiber to the home“); der Kunde muss sich seinen Anschluss (und dessen Geschwindigkeit) dann mit niemandem „teilen“. Up- und Downloadgeschwindigkeiten von 200 über 400 und 600 bis zu 1000 Mbit/s sind je nach Vertragsgestaltung problemlos machbar. Investieren will die DG im ersten Schritt in den Netzaufbau – so es zum angestrebten Ziel der 40 Prozent und damit zum Ausbau kommt, wovon aber allgemein ausgegangen wird –  4,5 Millionen Euro, später in Neersen erneut 3,8 Millionen. Das weniger als haardünne Glasfaserkabel kommt „zischen 30 und 60 Zentimeter tief in die Erde“ (Holländer) und erleidet – anders als Kupfer oder andere leitende Materialien durch mechanische Abzweigung (ein Verfahren, bei dem durch Hitze „verschweißt“ und sofort auf Funktion kontrolliert wird, man spricht von „Spleißen“) oder Länge keinen Leistungsverlust: Glasfaser baut auf Strecke keinen Widerstand auf.

Jetzt steht zunächst Nachfragebündelung und dazu Marketing, sprich Überzeugungsarbeit bei den potentiellen Kunden an: Mit verschiedenen Aktionen (man plant unter anderem ein ständiges Infomobil am Jahnplatz) wird man im Aktionszeitraum die Bürger informieren und zu überzeugen versuchen. Einen „Multiplikatoren-Abend gibt es am kommenden Montag, 30. Juli, ab 18.30 Uhr „Be dem Bur“ (Hubertusstraße 45, Schiefbahn), danach Infoveranstaltungen

  • Dienstag, 31. Juli, um 19 Uhr im Haus Hülsdonk,
  • Mittwoch, 1. August, um 19 Uhr im Casa Sierra (Niederheider Hof) und
  • Donnerstag, 9. August, im Vereinsheim des SC08 Schiefbahn an der Siedlerallee.

Erfolgreich „glasfasernd“ gewesen ist die DG übrigens bereits im kompletten Gewerbegebiet Münchheide, außerdem in den eher flächig angelegten Arealen Hardt (67 Prozent Ausbau realisiert) und Streithöfe (55 Prozent).