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Die Geschichte der Schule „Im Mühlenfeld“

von Willich erleben

Am 23. November 1916 beschloss der Willicher Gemeinderat den Bau einer zweiklassigen evangelischen Schule. Der Gemeinderat folgte damit einem Ansinnen von Reinhold Becker, Begründer des gleichnamigen Stahlwerks: Hier waren inzwischen zahlreiche evangelische Facharbeiter beschäftigt, die sich für ihre Kinder eine entsprechende konfessionelle Schule wünschten – analog zu den bereits bestehenden katholischen Volksschulen an der Kirche und in der Willicher Heide. Becker stellte der Gemeinde auch das notwendige Grundstück zur Verfügung – Krieg und Nachkriegszeit verhinderten jedoch einen Baubeginn. Am 8. Juli 1921 griff der Rat die Pläne wieder auf und entschied sich aus Kostengründen für einen Barackenbau. Die Gesamtkosten betrugen 7 Millionen Reichsmark, wobei das Stahlwerk Becker einen Teil der Kosten übernahm.  Am 15. April 1923 konnte die erste Evangelische Volksschule in Willich eingeweiht werden.

Schäden im Zweiten Weltkrieg

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schulgebäude stark beschädigt. Da die Reparaturarbeiten nur sehr schleppend verliefen, wurden die evangelischen Schüler im Schichtbetrieb in der Katholischen Volksschule unterrichtet. Erst 1949 konnte die Schule in ihre angestammten Räumlichkeiten zurückkehren. Aufgrund der hohen Zahl an Flüchtlingen und Vertriebenen wurde die Schule schon bald zu klein. So mussten die unteren vier Klassen von 1953 bis 1955 Räume der Katholischen Mädchenschule benutzen. 1953 beschloss der Gemeinderat, Abhilfe zu schaffen und einen Anbau mit zwei Klassen- und entsprechenden Nebenräumen zu errichten. 1955 konnte dieser Erweiterungsbau fertig gestellt werden.

Die Schule wächst weiter

Am 12. November 1959 beschloss der Gemeinderat, die Schule erneut zu erweitern. Der Plan sah vor, ostwärts des vorhandenen erdgeschossigen Klassentrakts ein zweigeschossiges Gebäude mit vier Klassen sowie Rektor-, Lehrer- und Lernmittelzimmer zu errichten. Gleichzeitig sollte als Verbindung vom alten zum neuen Gebäude eine offene Pausenhalle errichtet werden. 1962 wurde dieser Erweiterungsbau bezogen. 1968 wurde die Evangelische Grundschule nach erfolgter Abstimmung in eine Gemeinschaftsgrundschule umgewandelt und ein Jahr später durch Ratsbeschluss vom 26. März 1969 offiziell „Schule im Mühlenfeld“ benannt.

Am 16. August 1972 beschloss der Rat aufgrund des akuten Raummangels den nächsten Erweiterungsbau mit vier zusätzlichen Klassen. 1973 begann der Bau, im Jahr darauf wurde er eingeweiht.

Da Anfang der 1970er Jahre im Stadtteil Willich lediglich die Turnhallen an der Kantstraße und der Schiefbahner Straße zur Verfügung standen, mussten 35% des Sportunterrichts ausfallen. So beschloss der Rat am 22. Oktober 1973, eine Turnhalle für die Schule am Mühlenfeld zu bauen. Da das angestrebte Standort auf dem Gelände der Gaswerke nicht verwirklicht werden konnte, fiel die Wahl auf das Eckgrundstück Wilhelmstraße / Grunewallstraße. Aufgrund des kleinen Grundstücks konnte die Halle nicht im üblichen Maß von 15 x 27m, sondern nur 12 x 24m gebaut werden. Im März 1975 wurden die Bauarbeiten begonnen, die Einweihung erfolgte im Juli 1976.

OGS-Start

Aufgrund des Schülerrückgangs infolge des „Pillenknicks“ stellte die Schule der Stadt 1985 zwei Klassenräume für die Einrichtung von Kindergartengruppen zur Verfügung. Entsprechend wurde im Folgejahr der Altbautrakt der Schule umgebaut. Im Mai 1986 wurde dann eine reine Hortgruppe gebildet – die erste im Stadtgebiet. 1984 bereits hatten Eltern und der damalige Schulleiter Otto Busch die Idee, einen Karnevalszug auf die Beine zu stellen, der im Anschluss alle zwei Jahre stattfand.

Für die Karnevalsumzüge ist die Grundschule Mühlenfeld in Willich bekannt.

Für die Karnevalsumzüge ist die Grundschule Mühlenfeld in Willich bekannt.

Am 18. Dezember 2003 beschloss der Stadtrat, die Schule „Im Mühlenfeld“ zum Schuljahresbeginn 2005/2006 in eine „Offene Ganztagsschule“ umzuwandeln. Gleichzeitig wurde der Kinderhort in die Ganztagsschule überführt.

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