Bereits anlässlich der Einweihung der Turnhalle an der Schiefbahner Straße im Jahre 1956 wurde in Willich der Ruf nach einem eigenen Schwimmbad laut. Es dauerte jedoch noch einige Jahre, bis sich die Gemeinde finanziell in der Lage sah, dieses Projekt anzugehen: Am 10.3.1962 beschloss der Gemeinderat, an der Schiefbahner Straße ein Hallenbad zu bauen.

Auf Empfehlung des Deutschen Bäderbundes entschied man sich für den Bau einer Kleinschwimmhalle als Forschungsauftrag des Deutschen Sportbundes. Die Bauarbeiten begannen am 1.6.1964 mit der Grundsteinlegung. Am 15.10.1965 wurde das Hallenbad eröffnet. Die Baukosten betrugen letztlich knapp 1,6 Millionen DM.

Bau der Freibadanlage
Im Juni 1966 begannen die Planungen für den Bau eines Freibads. Doch erst am 30.Juni 1971 beschloss der Rat der Stadt Willich, diese Planungen wieder aufzugreifen.

Im Jahr darauf erwarb die Stadt 12.000 qm für den Bau eines Freibads. Der Grundstein wurde am 4.5.1973 gelegt, zeitgleich begann die Sanierung des Hallenbads. Am 20.Juli 1974 konnte das Freibad eröffnet werden, die Gesamtkosten betrugen knapp 5,47 Millionen DM. Die neue Anlage bot ein wettkampfgerechtes 8-Bahnen-Becken und ein davon getrenntes, 1.000 qm großes Nichtschwimmerbecken.

Diskussion um die Zukunftsfähigkeit des Schwimmbads
Seit Ende der 70er Jahre waren die Besucherzahlen des Schwimmbads rückläufig, so dass Überlegungen zur Steigerung der Attraktivität angestrengt wurden. Doch trotz des Einbaus von Whirl-Pool und Solarium blieb der Zuschussbedarf in einem Bereich zwischen 600.000 und 1.000.000 DM.

Brand des Schwimmbads
In Folge eines Brandes der Caféteria in der Nacht vom 27. auf den 28. Mai 1990 wurden wesentliche Teile des Hallenbads so stark beschädigt, dass es geschlossen werden musste.

Schon wenige Wochen nach dem Brand wurden Überlegungen laut, auf eine Sanierung des Hallenbads zugunsten eines Neubaus zu verzichten, zumal Sachverständige die Auffassung vertraten, ein Wiederaufbau sei weder technisch noch finanziell vertretbar.

Neubau des Schwimmbads „De Bütt“
Im September 1990 einigten sich die Spitzen von Rat und Verwaltung auf einen Neubau. In der Folgezeit wurden verschiedene Bäder besichtigt und Gespräche mit Architekten und Generalunternehmern geführt. Ende August 1992 wurde die Brandruine abgerissen, und im November stimmte der Rat der Auftragsvergabe zu. Die Kosten wurden auf rund 15 Millionen DM kalkuliert.

Nach Eintreffen des ersten Zuschussbescheides des Landes konnte im Januar 1993 mit den Arbeiten begonnen werden. Insgesamt gab das Land Zuschüsse in Höhe von 3,8 Millionen DM. Am 13.2.1993 wurde der Grundstein für das neue Spaßbad gelegt, bereits am 12. November desselben Jahres konnte Richtfest gefeiert werden. An der Namensgebung für das neue Bad wurde auch die Bevölkerung beteiligt.

Im Herbst 1993 beteiligten sich 540 Bürger an einem Wettbewerb zur Namensfindung. Dabei setzte sich bei der Abstimmung im Rat mit großer Mehrheit der Vorschlag „De Bütt“ durch.

Das 17 Millionen Mark teure Bauwerk wurde am 21. Juni 1994 der Öffentlichkeit übergeben. Bereits am ersten Wochenende besuchten rund 10.000 Menschen das neue Bad, bis zum Jahresende waren es knapp 200.000. „De Bütt“ bot auf einer Wasserfläche von ca. 3.000 qm, davon 1.000 im Freizeitbereich, eine Vielzahl von Attraktionen wie eine 60 Meter lange Rutsche, drei Whirlpools, einen Strömungskanal sowie eine 200 qm große Sauna. Das 15×25 m große Wettkampfbecken wurde mit einem Hubboden versehen, was die Nutzungsmöglichkeiten erheblich vergrößerte.

Anbau eines Lehrschwimmbeckens
Im Dezember 2004 beschloss der Stadtrat, ein Lehrschwimmbecken an das vorhandene Schwimmbad anzubauen. Dazu einen seperaten Eingangsbereich mit Foyer sowie eigene Umkleideräume, Duschen und Toiletten. Das Lehrschwimmbecken wurde am 21.Oktober 2007 eröffnet.

Ausbau des Freibades und Neuanschaffung einer Rutsche
Das sanierungsbedürftige Freibad wurde 2008 für rund 3,1 Millionen Euro ausgebaut. Im Mittelpunkt der Maßnahme stand die Aufteilung des 50-Meter-Wettkampfbeckens in zwei 25-Meter-Becken, wobei eines als Wellness-Bereich konzipiert wurde.
Im April 2015 beschloss der zuständige Abgabenausschuss, die marode 60-Meter-Rutsche durch eine neue, modernere 90-Meter-Rutsche zu ersetzen. Sie wurde 2016 in Betrieb genommen.