Die Bürgerbusse in Willich mit ihren ehrenamtlich engagierten Fahrerinnen und Fahrern erleichtern vielen Menschen das Leben – und sie sorgt im Hintergrund dafür, dass alles läuft: Patricia Ohlenforst-Jakobi, Mitarbeiterin der Stadt Willich, ist seit März 2019 hauptamtliche Geschäftsführerin der drei Bürgerbus-Linien Anrath, Willich und Schiefbahn.

Die 1972 geborene Anratherin hat nach dem Abi am St. Bernhard-Gymnasium eine Ausbildung im gehobenen nicht-technischen Verwaltungsdienst bei der Stadt gemacht und verschiedene Bereiche durchlaufen. Sie ist verheiratet und hat „zwei fußballbegeisterte Jungs“ im Alter von 15 und 17 Jahren. Der Job als „Verbindungsstelle zwischen der Stadtverwaltung und den Bürgerbus-Vereinen ist sehr vielseitig“, sagt die Diplom Verwaltungswirtin: „Vom direkten Kontakt mit den Fahrerinnen und Fahrern, der Vorstandsarbeit, über die Ausarbeitung und Beantragung von Routenoptimierungen, Umleitungen bei Baustellen, Erstellung von Anforderungsprofilen für die Ausschreibung neuer Busse, Sponsorensuche und vertragliche Abwicklung, bis hin zu meinem aktuellen Lieblings-Projekt, den Stehhilfen an vielen Bürgerbushaltestellen.“

Die Corona-Pandemie habe viele Herausforderungen mit sich gebracht – wichtig war der Schutz der Fahrerinnen, Fahrer und der Fahrgäste gleichermaßen. Bürgerbus-Linien sind ein Thema der Zukunft, ist sie sicher: „im Hinblick auf die Verkehrswende, alternative Antriebe und digitale Vernetzung. Das wird noch spannend.“ Sie sei sehr froh gewesen, wie herzlich sie als „Neue“ im Kreis der Bürgerbus-Vereine und bei den Vorständen aufgenommen worden sei. Für die Arbeit wichtig sei es, „zuzuhören, von Erfahrungen anderer zu lernen, die Vernetzung mit anderen Bürgerbusvereinen auszubauen … Manchmal machen auch Details viel aus wie die Optimierung der Faltfahrpläne für unsere Fahrgäste durch große Schrift, kein Hochglanz“, sagt sie.

In Willich ist sie stark verwurzelt und sieht die Stadt sehr positiv: Alle wichtigen Dinge des Lebens sind innerhalb des Stadtgebietes auf kurzen Wegen zu erreichen und zu erledigen. „Willich ist aber auch nicht zu groß dafür, überall im Stadtgebiet auf nette, bekannte Gesichter zu treffen. Das ist Heimat für mich.“

Für die Zukunft wünsche sie sich: „Gesundheit, Zufriedenheit, Ehrlichkeit und weiterhin so tolle Arbeitskollegen.“