Duvenhof: neuer Rasen auf den Greens verbessert Spiel

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Der Unterschied zwischen den neuen Rasenflächen und dem alten Bewuchs ist an dieser Stelle noch deutlich erkennbar, erklärt Greenkeeper Andrew Buck.

Der Erfolg wurde durch einen beharrlichen sanften Verdrängungsprozess erreicht: Die Greens auf den beiden Plätzen der Golfanlage Duvenhof in Willich haben jetzt eine etwa 85-prozentige Durchdringung mit einer neuen Rasensorte – und das bietet den Golfern deutlich bessere Spielsituationen.

Head-Greenkeeper Andrew Buck und sein Team haben durch eine rund fünfjährige sorgfältige Arbeit erreicht, dass die Greens jetzt zum größten Teil mit der Grassorte „007“ bewachsen sind, die erst vor wenigen Jahren gezüchtet wurde. Auslöser der Anstrengungen war die Tatsache, dass sich im Laufe der Jahre seit dem Bau der Golfanlage auf der Hardt eine ungewollte Rasensorte – Poa Annua – durch den Samenflug in den Grüns „breitgemacht“ hatte, die eigentlich mit der Rasensorte Pennlinks angelegt worden waren.

Poa Annua hat aus Golfer-Sicht mehrere Nachteile, erklärt Andrew Buck: „Sie braucht mehr Wasser und Dünger, was wir eigentlich vermeiden möchten. Außerdem blüht sie im Frühjahr und die Blüten machen die Greens langsamer“. Dazu kommt, dass die Sorte für die „Dollarflecken-Krankheit“ anfällig ist und Pitchmarken schlechter zuwachsen.

„Es war natürlich nicht möglich, einfach den alten Rasen der Grüns abzuschälen und sie neu einzusäen – das hätte eine mehrwöchige Spielpause bedeutet“, so Michael Kerkhoff, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft.

Vor fünf Jahren hat das Greenkeeper-Team daher mit Unterstützung eines externen Fachmanns begonnen, die Grüns schrittweise zu verändern. Dazu gehörte, dass die Flächen regelmäßig mit der neuen Grassorte nach gesät wurden. Außerdem wurde die Bewässerung bewusst reduziert, „so hatte Poa Annua, das mehr Wasser benötigt, Wachstumsstress. Es wuchs schlechter und die neue Grassorte konnte es verdrängen“, erklärt Buck.

Das Ergebnis des Verdrängungsprozesses macht sich für die Spieler positiv bemerkbar: Die Grüns auf der Anlage und auch die Putting-Grüns auf dem Übungs-Gelände haben jetzt eine festere Oberfläche, auf der die Bälle besser rollen. Auch das Wurzelwerk ist dichter. „Als Konsequenz haben wir auch die Pflege-Intervalle verändert: Die Flächen werden jetzt alle zwei Wochen vertikultiert, damit das Wasser besser in den Boden eindringt. Das wiederum bringt eine Ersparnis bei der Bewässerung“, so Buck. Weil die neue Rasensorte weniger krankheitsanfällig ist, reicht es aus, die Flächen einmal im Jahr (wenn nötig) mit zulässigen Pflanzenschutzmitteln zu behandeln.