In diesem Jahr feiern sie Silberhochzeit – und dieses Ehe-Jubiläum war für die beiden Anlass, sich einen karnevalistischen Traum zu erfüllen: Cornelia und Andreas Loer sind das Prinzenpaar der Session 2019 / 2020. Am 15. November um 19.11 Uhr werden die beiden offiziell in ihr jeckes Amt eingeführt – bei der Prinzenproklamation im Saal Krücken in Willich.

Das Prinzenpaar hat seine Wurzeln in zwei Städten: Tollität Prinz Andreas I. (53 Jahre) ist ein gebürtiger Willicher, seine Mutter und seine Schwester wohnen heute noch hier. Er arbeitet als Altenpfleger im Seniorenheim Sassenhof in Fischeln. Lieblichkeit Cornelia II. (46 Jahre) wurde in Dülken geboren, sie kümmert sich als Hausfrau um die Familie. Durch den Geburtsort liegt ihr das „Gloria Tibi Dülken“ im Blut. Das Paar hat zwei Kinder, Sohn Fabian (22 Jahre) und Tochter Carina (20 Jahre) unterstützen die Eltern als Minister.

Passend zum Anlass hat das Prinzenpaar das Sessionsmotto bestimmt: „Unser Traum wird wahr im Jubeljahr“ – denn sie haben am 18. November 1994 in Willich geheiratet und somit darf kurz nach der Proklamation wieder gefeiert werden.

„Unsere Verbindungen zum Karneval sind geerbt, sozusagen genetisch be- dingt“, meinen beide auf die naheliegende Frage: „Warum Prinzenpaar?“ Konkreter heißt das, dass Prinz Andreas und Prinzessin Cornelia schon von 1990 bis 1995 in der Willicher Prinzengarde aktiv waren. Seit Januar 2019 sind sie wieder in der Prinzengarde mit der ganzen Familie passives Mitglied. Der Vater der Prinzessin, Norbert Bonus, war Prinz in Dülken. Als Ehepaar sind die beiden seit Jahren in Vereinen aktiv. Der Prinz ist bei den „Vaterstädtischen“ (Dülken) und den Musketieren (Süchteln) aktiv, die Prinzessin bei den Musketieren. Tochter Carina tanzt in der Tanzgarde der „KV de Üüle“ in Dülken.

„Wir feiern sehr gerne und haben immer Spaß“, meint die Prinzessin. Beide freuen sich auf die Saal-Veranstaltungen, „wir wollen mit den Menschen zusammen feiern und dabei sein“, betont der Prinz. Um in den jecken Traditionen zu bleiben, hatten die Loers ihre Bewerbung am 11.11.2018 beim FWK eingereicht.

Gespannt sind sie natürlich auf den Höhepunkt des Willicher Karnevals, den Tulpensonntagszug durch Anrath. Das Prinzenpaar steht in Kontakt zu den „Aach Blenge“, die den Anrather Zug organisieren, es gab aber auch schon Termine mit den anderen Willicher Karnevalsvereinen, wie etwa der Prinzengarde, den Aach Blenge oder den Niersbienen. Ganz wichtig ist dem jecken Paar im Karneval die Musik, „dann haben wir noch mehr Spaß. Der Alkohol ist nicht so wichtig“, sagen sie.

Seit den Sommerferien steuern sie auf die 5. Jahreszeit zu, „die Ornate sind fertig, die Orden sind fertig. Wir sind gut in der Vorbereitungszeit“, meinen sie. Bis zu 90 Auftritte in den vier Willicher Stadtteilen und in der Region kommen auf sie zu und sicher ist eins: „Wir gehen auch in den Sassenhof.“

Und noch etwas anderes klappt gut: Die beiden haben mit der Sparkassen Filiale Willich ein Karnevalsprojekt vor, welches nach der Proklamation in allen Kitas und Grundschulen startet.

Die Kindergartenkinder bekommen eine Ausmal-Mappe mit Karnevalsmotiven, die Erst- und Zweitklässler können Karnevalsplakate malen. Für die Dritt- und Viertklässler gibt es ein „Karnevals-Upcycling“: Die Kids können Miniatur-Karnevalswagen aus verschiedenen Materialien basteln. Die besten Ergebnisse werden an Altweiber in der Sparkasse Willich ausgestellt. Der beste Miniatur-Karnevalswagen und das schönste Plakat soll dann auch auf den Prinzenwagen beim Tulpensonntagzug montiert werden und durch die Anrather Straßen gefahren werden.