Home Aktuelles Ein Willicher Kopf für Bilder und ihre Geschichten: Karl Franz-Josef Jansen

Ein Willicher Kopf für Bilder und ihre Geschichten: Karl Franz-Josef Jansen

von Willich erleben

„Mein erstes Hobby ist Gewerkschaft, als zweites kommt Anrath“: Karl Franz-Josef Jansen ist seit 2014 ehrenamtlicher Archivar des Anrather Heimatvereins – und hat gleichzeitig eine besondere Aufgabe: Er betreut seinen eigenen blog mit Anrather Schul- und Klassenbildern. Klingt interessant? – und das ist es auch: „Die Bilder wecken das Interesse der Menschen. Ich habe Zugriffe aus Südamerika und aus Australien. Die Leute schauen sich die Bilder an und manchmal bekomme ich Kommentare“, berichtet Jansen.

Alle Informationen arbeitet er für das Archiv des Heimatbundes auf und erstellt für den blog Namenslisten der Abgebildeten, soweit sie ihm bekannt werden. Sein aktueller Bestand sind rund 800 Bilder, die nur Schulklassen zeigen. Aber er sammelt auch andere Dinge, die sich um Anrath drehen. Um die Bilder zu verstehen, achtet Jansen auf viele Kleinigkeiten – etwa auf den Hintergrund, um herauszufinden, wo das Bild gemacht wurde. „Jedes Bild ist ein Rätsel, das es zu lösen gilt. Irgendwann kommt einer und gibt mir einen Hinweis.“ Ein weiterer blog beschäftigt sich mit den Totenzetteln, die ihm über Anrather Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Auch dabei gibt es immer wieder neue Informationen und Entdeckungen.

Heimat ist wichtig

Seine Arbeit, sein Hobby betreibt er aus Überzeugung: Jansen wurde am 25. November 1946 in Neersen geboren, die Familie zog aber bald nach Anrath, wo er im Mai 1953 eingeschult wurde. Seine Ausbildung machte er bei der Bundespost und wurde ab 1969 beim Postamt in Anrath als Zusteller eingesetzt. Später wurde er Qualitätsmanager für den Großraum Krefeld. „Während meiner Dienstzeit habe ich vieles über Anrath erfahren. Nach der Pensionierung habe ich vieles aufgeschrieben“, erzählt er: „Anrath ist meine Heimat. Nach einer Woche Urlaub will ich wieder zurück.“ Das Wissen um die Wurzeln sei für ihn sehr wichtig, daher sei das Archiv für ihn auch eine Herzensangelegenheit. Seine Prognose: „Ich bin jetzt 75 Jahre alt und sehe noch Arbeit für mindestens 25 Jahr vor mir liegen“.

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