Foto: Stadt Willich

Natürlich gab auch hier die Pandemie den Spielverderber: Eigentlich hatte Rebecca Kreuels, Ausbildungsbeauftragte der Stadtverwaltung Willich, ganz anderes geplant – nun machten die Vorschriften der Schutzverordnung eine „Lightvariante“ in Sachen Einführungstag nötig: 23 neue Azubis der Stadt wurden zu Wochenanfang im und am Schloss Neersen unter anderem von Bürgermeister Josef Heyes begrüßt. Unter anderem sind Bachelor-Aspiranten am Start, aber auch angehende Verwaltungsfachangestellte, Straßenbauer, Gärtner*innen, Bauzeichner*innen sowie Absolventinnen der Praxisintegrierte Erzieherinnen-Ausbildung, Anerkennungspraktikanten*innen sowie eines freiwilligen ökologischen Jahres (FÖJ).

Am ersten Tag standen nach der Begrüßung direkt Teambuilding und Kreativität im Mittelpunkt: In drei bunt zusammengewürfelten Teams machten sich die Auszubildenden an die Aufgabe, in relativ kurzer Zeit ein Video nach einer historischen, von Archivar Udo Holzenthal ausgesuchten Begebenheit aus der Stadtgeschichte zu drehen: „Mord am Schwarzen Pfuhl“. Die Eventagentur „b-ceed“ hatte entsprechendes technisches Equipment, aber auch die nötigen falschen Bärte und seltsamen Hüte und Perücken als sonstiges Ausstattungsmaterial mit ans „Set“ gebracht. Die Teams gingen mit jeder Menge Eifer und noch mehr Kreativität ans Werk – die Jury hatte nach gemeinsamer Ansicht der drei Werke hinterher keine einfache Aufgabe, von den drei guten Werken das Beste herauszufinden und entsprechend mit dem „Azubi-Oscar“ auszuzeichnen. Udo Holzenthal war vor allem von der Leistung einer Gruppe begeistert, eine – zur Geschichte zwingend dazugehörende – „Leiche“ mangels Spaten mit einem zufällig aufgetriebenen Schneeschieber angedeutet zu „vergraben“…

Als zweiter Tag stand dann der ebenfalls von Rebecca Kreuels durchgeplante Dienstag (Daniel Seth, selbst in der Personalabteilung kurz vor Abschluss stehender Auszubildender, unterstützte sie nach Kräften) eher unter dem Gesichtspunkt geballter Informationsvermittlung: Neben Bürgermeister Heyes, der die Truppe begrüßte und eine kurze Einführung zur Stadt gab, bekamen noch Ausbildungsleitung, Personalrat, Jugendarbeitnehmervertretung, Schwerbehindertenvertretung, Personalteam, die Komba, Verdi und die Gleichstellungsbeauftragte die Chance, die Neuen im Team der Stadt zu begrüßen und mit Infos zu versorgen, bevor es einen ersten Crashkurs in Sachen Unternehmens-Netzwerk-Software gab – den die meisten ab sofort anwenden können: Der 1. August war für die meisten der 23 offiziell der Startschuss für ihre Ausbildung bei der Stadt, lediglich die vier künftigen Bachelor sind erst ab September „am Start“.