Azubi-Wettbewerb

Auf den Erfolg sind Ex-Azubi Christian Engels und sein Willicher Ex-Lehrherr Bernt Lücke stolz: Beim diesjährigen NRW-Leistungswettbewerb der Auszubildenden „Elektroniker – Energie- und Gebäudetechnik“ hat Engels vor wenigen Wochen den zweiten Platz belegt. Der 23-Jährige hatte zuvor den Leistungswettbewerb der besten Azubis im Handwerkskammerbezirk Düsseldorf gewonnen. Für den wiederum hatte er sich qualifiziert, weil er als Jahrgangsbester der Elektro-Innung Krefeld, Kreis Viersen und Neuss seine Ausbildung abgeschlossen hatte – das nach einer verkürzten Ausbildungszeit von lediglich drei statt dreieinhalb Jahren.

„Die Aufgaben in beiden Leistungswettbewerben waren anspruchsvoll“, meint Elektromeister Bernt Lücke: Auf Kammerbezirks-Ebene ging es um die Installation einer Rolltreppen-Steuerung nach verschiedenen Parametern – unter anderem mit Richtungsfestlegung, zeitgesteuerter Aktivierung, Ampelschaltung und Lichtschranke als Sicherheits-Einrichtung. „Wir mussten in sechs Stunden alles in verdrahtungsprogrammierter Weise (VPS) ausführen“, so Engels und meint, er habe sich schon sehr über den ersten Platz auf Kammer-Ebene gefreut. Beim Leistungswettbewerb auf Landesebene gab es eine ähnliche Aufgabe – alles musste jedoch über eine digitale Steuerung erarbeitet werden. Erschwerend seien Bedingungen wie die knappe Zeitvorgabe, unbekannte Materialien oder ein nichtbeschrifteter Steuerstromkreisplan dazu gekommen. Auch die Frage, wie ein Not-Ausschalter zu programmieren ist, sei Teil der Aufgabe gewesen. „Ich bin froh, dass ich die Wettbewerbe mitgemacht habe – es hat viel Spaß gemacht“, meint der Landeszweite im Rückblick.

Christian Engels hatte vor Ausbildungsbeginn das Abitur und zwischen den schriftlichen und mündlichen Prüfungen ein Praktikum bei Elektro Lücke gemacht. Danach war er ein Jahr bei der Bundeswehr, hatte sich dann aber bei dem Familienunternehmen beworben und war eingestellt worden. Die Ausbildung in dem mittelständischen Unternehmen mit rund 40 Mitarbeitern sei eine gute Grundlage für die Wettbewerbe gewesen, meint Engels: „Wir haben ein breites Aufgabengebiet – von der Elektroinstallation im Neubau über eine Haussanierung bis zu Komplett-Ausstattung großer Industriehallen und -gebäude“. Dabei lernen die Azubis etwa die Anforderungen an ein smart house kennen, in dem beispielsweise Heizung, Rollladen oder Beleuchtung über eine App von jedem Ort der Welt mit Handy-Empfang gesteuert werden können. Aber auch die IT-Ausstattung großer Bankinstitute oder die Vernetzung von mehreren Filialen einer Unternehmenskette gehört zu den täglichen Aufgaben. Bernt Lücke ist es wichtig, dass seine Azubis alle Arbeitsfelder kennen lernen. Das Unternehmen bildet seit der Gründung durch Vater Paul Lücke 1977 Jahren aus, „er hat sich damals mit einem Azubi aus seinem alten Betrieb selbstständig gemacht“, so Lücke. Heute hat der Betrieb zwölf Auszubildende in verschiedenen Lehrjahren und auch im Sommer 2016 werden wieder vier Stellen besetzt.

Christian Engels ist nach der bestandenen Gesellenprüfung und den Wettbewerben noch nicht am Ende seiner Ausbildung: Er hat ein Studium Elektrotechnik an der FH Niederrhein in Krefeld begonnen – und sieht auch dort Ergebnisse seiner Arbeit: Er selber hat während seiner Ausbildung im benachbarten, neu erbauten Fachhochschul-Gebäude die Steckdosen angeschlossen.


Diese Meldung basiert auf einer Presseinformation von Elektro Lücke / Foto: Elektro Lücke