Foto: privat

Am Sonntag, den 15. März findet um 18.00 Uhr das nächste „Emmaus-Konzert“ in der Friedenskirche in Neersen statt.

Auf dem Programm stehen die „Goldbergvariationen“ von Johann Sebastian Bach. Dieses Klavierwerk ist ein Höhepunkt barocker Variationskunst. Der Komponist zeigt sich hier von einer menschlichen und humorvollen Seite wie in kaum einem anderen Werk. Den Erinnerungen der Bach-Söhne zufolge soll der jugendliche und hochbegabte Cembalo-Schüler Johann Gottlieb Goldberg die 30 Variationen einem russischen Gesandten am Dresdner Hof in dessen schlaflosen Nächten vorgespielt haben.

Zu Gast in Neersen ist der Pianist und Musikdirektor des Tübinger Stiftes, Frank Oidtmann sowie der Maler und Aktionskünstler Mark Krause. Beide werden eine außergewöhnliche Interpretation dieses bedeutenden Klavierwerks vorstellen. Zu den Klängen der Musik wird Mark Krause live vor dem Publikum alle 30 Variationen in einem großformatigen Bild verarbeiten.

Karten zu 8,- Euro (Kinder, Jugendliche 4,- Euro) sind im Ev. Gemeindebüro Willich, Krusestraße 20 erhältlich. Kartentelefon: 02154-4996710

Mark Krause aus Wurzen/Sachsen studierte an der Louisiana State University in Baton Rouge/USA Bildende Kunst bei Prof. Edward Pramuk und allgemeine Rhetorik und Philosophie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Von 2007 – 2008 war er Schüler der Professoren Markus Lüpertz und Hermann Nitsch an der Kunstakademie Bad Reichenhall. Während seiner Studien erhielt Mark Krause verschiedene Stipendien wie das Kunststipendium der Cranach-Stiftung Wittenberg 2005. Ab 2003 begann Mark Krause mit der Livemalerei zu Konzerten mit klassischer Musik. Dabei entstand 2011 während eines Konzerts des Leipziger Symphonieorchesters sein großformatiges Ölbild „Aufbruch“. Es folgten weitere Livemalereien wie 2013 für den Deutschen Schmerzkongress im Congress Center Hamburg. Bei einem Konzert vom Cicolo Quartett & Trio d´anche der Südwestdeutschen Philharmonie zur Eröffnungsfeier des Bodenseeforums Konstanz 2016 malte Mark Krause das Gemälde Konstanzer Tagungstradition, welches als „Kunst am Bau“ Teil des Bodenseeforums wurde.

Frank Oidtmann arbeitet seit 2015 als Musikdirektor am Evang. Stift Tübingen und leitet neben der pädagogischen Arbeit mit Stipendiatinnen und Stipendiaten den Stiftschor und die Konzertreihe im Stift. Oidtmann war nach dem Studium in Würzburg und Stuttgart sowie zahlreichen Meisterkursen zunächst Kirchenmusiker in Stuttgart. Er übernahm Aufgaben als Cembalist im Staatsorchester Stuttgart, als Organist beim Festival Eclat und als Dirigent an der Jungen Oper des Staatstheaters Stuttgart. Er übt eine rege Konzerttätigkeit aus und war zuletzt auch in Birmingham, Edinburgh, Linz und Jerewan zu hören. 2002 bis 2015 hat er als Bezirkskantor im Bezirk Esslingen gearbeitet und dort u.a. die Gesamt¬aufführung des Bach‘schen Orgelwerkes in 13 Kirchen des Bezirks innerhalb eines Kirchenjahres gespielt. Oidtmann arbeitet regelmäßig an interkulturellen und crossover-Projekten, zuletzt als Dirigent der Uraufführung von „Lux perpetua“ von Maximilian Guth in der Matthäuskirche München und er gibt im laufenden Jahr auch Konzerte in Rom, Peking und Shanghai.