Erster Poetry-Slam im Kulturprogramm 2019

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Das Kulturteam hat den Slammer Sebastian 23 („Endlich erfolglos“) verpflichtet. Foto: Henriette Becht

Es wird spannend zu sehen, wie die Willicher auf das neue Angebot reagieren: Im Kulturprogramm 2019 gibt es zwei Poetry Slams. Das Kulturteam hat die Slammer Sebastian 23 („Endlich erfolglos“) und Jan Philipp Zymni („Kinder der Weirdness“) verpflichtet. Damit berücksichtigt das Team ein Thema, das vor allem bei jüngeren Leuten beliebt ist.

Zur Erklärung: Ein Poetry Slam ist ein „literarischer Vortragswettbewerb“ mit selbst geschriebenen Texten. Der Vortrag wird ergänzt durch „perfomative Elemente und die bewusste Selbstinszenierung des Vortragenden“. Die Kunstform entstand 1986 in Chicago, heute gilt die deutschsprachige Slam-Szene gilt als die größte der Welt.

Sebastian 23 hat den Schwarzen Gürtel im Poetry Slam und den grauen Gürtel, den er sich vor einem halben Jahr bei Karstadt gekauft hat. Im Mittelpunkt seines Programms steht der Kampf gegen die Leistungsgesellschaft und den Optimierungswahn… In einfachen Schritten zeigt er, wie man sich vom ewigen Säuseln der Ratgeber, Tutorials und Fitnessarmbänder befreien kann…

Jan Philipp Zymny bietet „tiefgründigen Unsinn, außerirdische Traummusik, lustige Stand up-Comedy – das sind alles Dinge, die befremdlich klingen“…

Außerdem im Kabarettprogramm: das Wiedersehen mit Horst Schroth und die Willich-Premiere von Star-Comedian Ingolf Lück. Außerdem kommen noch Kai-Magnus Sting, Lioba Albus und die „Alten Mädchen“ – damit ist gute Unterhaltung garantiert.

Freunde der klassischen Musik finden auch in diesem Jahr den Weg in die bezaubernde Kapelle Klein-Jerusalem. Dort präsentiert das Kulturteam zwei faszinierende Matineen: Stephan Schardt, Elisabeth Wand und Michael Borgstede bieten italienische Musik der Barockzeit. Esther Anne Adrian und Friederike Braun werden Musik für Flöte und Cembalo bieten – und das von den ganz großen Komponisten der Barockzeit wie Bach, Händel oder Telemann. Klein und fein wie gewohnt ist der „Willicher Jazz-Frühling“ mit seiner gelungenen Mischung aus erfahrenen Jazz Größen und Newcomern der Szene.

In diesem Jahr treten das Horst Hansen Trio, das Trio Indigo, das Itamar Borochov Quartett und das Omer Klein Trio auf. Als Sonderveranstaltung spielt Meddle „a Tribute to Pink Floyd“ in der Jakob-Frantzen-Halle.

Für die Kinder gibt es sechs Veranstaltungen im Programm 2019. So kommt wieder Volker Rosin, der König der Kinder-Disco, in die Jakob Frantzen-Halle. Außerdem im Programm u.a. „der kleine Georg und der Drache“ oder der „Grüffelo“.

Für die Literaturfreunde gibt es Lesungen von Anne Gesthuysen, Tamina Kallert und Moritz Netenjakob. Erstmals im Kulturprogramm steht ein Mundartnachmittag im Saal Krücken.

Auch die Bildende Kunst steht wieder auf dem Programm – mit Ausstellungen in der Galerie Schloss Neersen. In diesem Jahr werden die Werke der Sammlung Fochem und der Sammlung Hahn gezeigt, dazu Ausstellungen von Silke Parras und Margarete Schopen Richter.
Im Rahmen der Schlossfestspiele Neersen wird im „Theater trifft Skulptur 3. Akt: Beton“ mit Werken von Martin Kleppe gezeigt.

Infos gibt es auf www.stadt-willich.de unter „Kultur & Bildung“.