Eva Lorenz Umweltstation
Foto: S. Lucas / Archiv Willich erleben

„Fair kaufen in Willich“. So lautet das aktuelle Motto am neuen Informationsstand der Eva Lorenz-Umweltstation (ELU). Die Stadt Willich, ein lokales Geldinstitut, die Eva Lorenz-Umweltstation und der Naturschutzbund Willich präsentierten einen neuen Informationsstand für die Eva Lorenz-Umweltstation. Der gesponserte Infostand wird nun zwei Wochen lang in der Filiale am Willicher Markt stehen.

Unter dem aktuellen Motto „Fair kaufen in Willich“ ist eine Auswahl von 23 fair gehandelten Produkten zu sehen, die man in Willich in Geschäften vom Eine Welt Laden bis zum Discounter erwerben kann. Es gibt Bananen, Kaffee/Tee, Schokolade sowie andere Süßwaren und Rosen versehen mit Preisen und Informationen. Ein paar Kleinigkeiten wie Schokolade, Kekse und Bonbons dürfen auch direkt am Stand probiert werden. Neben den fair gehandelten Produkten liegt auch Infomaterial über Fairtrade Deutschland und die Gepa als wichtigste faire Handelsbewegungen am Stand aus.

Nach 2 Wochen in den aktuellen Ausstellungsräumen wird der Stand aus Holz und Stoff zusammengeklappt und zum Tag der offenen Tür am 16. Juni bei der ELU wiederaufgebaut. In den Sommerferien, am 16. Juli von ca. 13 bis 18 Uhr, wird er dann im Schwimmbad „De Bütt“ stehen, neben fair gehandelten Lebensmitteln zum Probieren gibt es dann auch (natürlich faire) Bananenshakes und ein Bananenquiz für die Kinder.

Monika Wagner von der ELU freut sich über den neuen multifunktionalen Infostand und berichtet: „Unser Fairtrade Programm wird sehr gut angenommen. Wir haben auch schon einige Anfragen von Kindertagesstätten und Schulen bekommen, die den Infostand gerne bei sich aufstellen möchten.“ Marcel Gellißen von der Stadt Willich erklärt dazu: „Der Stand soll für unterschiedliche Zwecke genutzt werden, auch das Ausstellen in den Schulen und Kindertagesstätten ist möglich.“

Das Bewusstsein für sozial gerechte und umweltschonende Produktions-, Herstellungs- und Handelsbedingungen wächst immer weiter. „Jeder Konsument kann durch sein Kaufverhalten dazu beitragen, dass Kleinbauernfamilien ihre wirtschaftliche und soziale Perspektive sichern und verbessern können.“, so Monika Wagner.

Info:

Die Stadt Willich ist Fairtrade-Stadt und fördert den fairen Handel. Für den Titel Fairtrade-Town muss eine Kommune nachweislich einige Kriterien erfüllen, die das Engagement für den fairen Handel in allen Ebenen einer Kommune widerspiegeln. Zum einen gab es einen entsprechenden Ratsbeschluss: Darin war festgelegt worden, sich dem Zertifizierungs-Prozess zu stellen – und bei Rats- und Ausschusssitzungen nur noch fair gehandelte Getränke (Kaffee, Tee, Kakao, Säfte) ausschenken zu lassen. Außerdem musste unter anderem eine lokale Steuerungsgruppe gebildet und erreicht werden, dass in mindestens elf Einzelhandelsgeschäften, Floristen, Cafés und Restaurants mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten werden. Auch in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen müssen Eine Welt Läden Produkte aus fairem Handel verwendet werden.