FDP besucht Leonardo-da-Vinci Gesamtschule und fordert mehr Vernetzung

FDP-Besuch-Leonardo-da-Vinci-Schule
Foto: FDP Kreis Viersen / Ralf Klein

Zu einer sehr vielsprechenden Begegnung hatte vor kurzem die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule in Willich Vertreter der Wirtschaft, der Fachhochschule Niederrhein und der FDP eingeladen. Schulleiter Eduardo Träger und Projektleiterin Antoinette Roubiller, die an der Schule für die Koordination von Schul-AGs zuständig ist, wollen neue Wege in der Schulpraxis gehen und die AGs ihrer Bildungseinrichtung zukunftsträchtig vernetzen.

Antoinette Roubiller sagt dazu: „Es geht uns darum, in einem Pilotprojekt die Schülerinnen und Schüler an das Geschehen in der Wirtschaft heranzuführen. Ebenso möchten wir die jungen Menschen schon früh im Kontakt mit einer Fachhochschule für den weiteren Bildungsweg begeistern. Dazu stehen uns Technik und Räumlichkeiten zur Verfügung, die wir nun aktivieren wollen.“

Schulleiter Eduardo Träger freut sich sehr, dass mit dem IT-Unternehmen Surpri aus Mönchengladbach und der Modeunternehmerin Anja Beck zwei Partner gewonnen werden konnten, die eine Mode-AG aufbauen und später zu einer Schülerfirma entwickeln könnten.  Ebenso beteiligen wird sich an diesem Projekt die Fachhochschule Niederrhein mit dem Bereich Textil- und Bekleidungstechnik. Prof. Dr.-Ing. Christof Breckenfelder, Ressortleiter für rechnergestützte Entwicklung und Simulation textiler Produkte, ist von der Aktivität der Schule angetan: „Ich finde das Projekt sehr interessant und vor allem der übergreifende Vernetzungsgedanke ist ein neuer Ansatz. Das Ganze sowohl mit Fachleuten zu begleiten und auch über moderne IT-Strukturen zu steuern, ist eine spannende Idee.“

Finanzielle Förderung soll geprüft werden

Dem wollte Franziska Müller-Rech, schulpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion beipflichten. Müller-Rech, die in Vertretung der Bildungsministerin Yvonne Gebauer angereist war, sagt der Schule für das Projekt die Prüfung zur Bereitstellung von finanziellen Mitteln zu: „Ich kann nichts versprechen, da die Legislatur läuft, werde das Bildungsministerium aber bitten, das Projekt zu unterstützen. Generell brauchen wir für die beste Bildung im ganzen Land NRW mehr solcher begrüßenswerter Initiativen. Das möchten wir in den kommenden Haushaltsperioden berücksichtig wissen.“

Stefan Feiter, schulpolitischer Sprecher der Kreis-FDP Viersen und  Ralf Klein, Mitglied der Willicher FDP-Ratsfraktion machten deutlich, dass sie das Projekt ebenso aufmerksam begleiten wollen: „Das was uns hier vorgestellt wurde, ist wirklich sehr bemerkenswert. Die Schüler lernen hier im wahrsten Sinne des Wortes Praktisches aus dem alltäglichen Berufsleben kennen, haben aber auch Kontakt zum Fachhochschulbereich, können also bald viele Dinge in Bezug auf eine berufliche Zukunft besser einschätzen. Solche Modelle sollten vor allem im Kreis Viersen und nicht nur in Willich Schule machen.“

Dr. Andrea Hurtz  stellt als didaktische Leiterin der Gesamtschule zufrieden fest: „Dieses Projekt zur Schaffung einer Mode-AG mit der genannten umfassenden Verknüpfung stellt auch für uns eine komplett neue Herausforderung dar. Wir werden auch im pädagogischen Bereich sicherlich einiges dazulernen und später entsprechend bewerten müssen. Das ist eine sehr spannende Aufgabe, die wir bereits im ersten Schulhalbjahr 2018/2019 aufnehmen wollen.“