Rollstuhl-FDP-Neersen

„Dass dieses Problem seit vielen Jahren besteht und baulich überhaupt so umgesetzt wurde, macht mal wieder deutlich, dass wir bestimmte Dinge des Lebens zu leicht aus den Augen verlieren“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP, Ellen Roidl-Hock. Die Liberale meint damit insbesondere die gefährlichen Engstellen im Bereich der Neersener Straße zwischen der Anrather Kirche und dem alten Krankenhaus.

Im Zuge einer Ortsbegehung mit Vertretern der Lebenshilfe e. V. und den Kaufleuten des Anrather Werberings wurde sehr eindrucksvoll belegt, dass die in der Straße befindlichen Poller so eng an den Häuserfronten stehen, dass vor allem Rollstuhlfahrer und Kinderwägen die Engstellen nicht passieren können und die Bürgersteige verlassen müssen. Vor allem unbegleitete Rollstuhlfahrer haben nach dem Verlassen des Bürgersteiges kaum mehr die Chance die höher liegende Bordsteinkante zu überwinden. „Damit gerät der Rollstuhlfahrer vor allem bei dichterem Verkehr in eine gefährliche Situation“, sagte eine Mitarbeiterin der Lebenshilfe, die anonym bleiben möchte.

FDP-Fraktionsmitglied Hans-Gerd Segerath meinte nach der Begehung: „Wir müssen hier schnell Abhilfe schaffen. Wir können froh sein, dass in Anbetracht bestimmter Zeiten mit sehr hohem Verkehrsaufkommen noch nichts passiert ist.“ In der Zwischenzeit ist der Antrag der FDP bei der Verwaltung eingegangen. Karl-Heinz Koch, stellvertretender Vorsitzender des zuständigen Planungsausschusses erläutert: „Die Verbreiterung des Gehweges könnte zum Beispiel durch eine Versetzung der Poller in Richtung Fahrbahn erreicht werden. Es soll durch geeignete bauliche Maßnahmen zukünftig sichergestellt werden, dass vor allem Rollstuhlfahrer die Gehwege auf der Neersener Straße durchgängig benutzen können.“