FDP kämpft für den ÖPNV-Anschluss in Anrath und Neersen

Bus Willich
Foto: Symbolbild

Keine guten Nachrichten hatte der für den Nahverkehrsplan zuständige Kämmerer des Kreises Viersen Thomas Heil Ende des letzten Jahres für den Willicher Personennahverkehr (ÖPNV) bereit. Heil berichtete damals, dass insbesondere die Stadt Mönchengladbach als Eigentümerin der NEW Mönchengladbach, unter anderem die kreisinterne Linie 038 nicht mehr betreiben will. Insbesondere die Willicher Ortsteile Neersen und Anrath samt der Schülerverkehre wären hiervon sehr negativ betroffen.

Diese Ausgangslage war seinerzeit ein Grund für ein intensives Gespräch zwischen den Verwaltungsspitzen der Stadt Mönchengladbach und dem Kreises Viersen. Heil berichtete der FDP-Fraktion noch Anfang dieses Jahres, dass sich die Gespräche in einer Sackgasse befänden und zum Teil mit sehr harten Bandagen geführt werden. „Eine Einigung ist derzeit in weiter Ferne, da die Stadt Mönchengladbach aus wirtschaftlichen und strategischen Gründen nur noch die Linien betreiben will, die der Vitusstadt direkt dienlich sind. Dies sind im Grunde die nach Mönchengladbach hinein- bzw. herausführenden Linien“, so Heil seinerzeit.

Die stellvertretende Anrather FDP-Fraktionschefin Ellen Roidl-Hock ist über das resolute Vorgehen der Stadt Mönchengladbach verärgert: „Es kann nicht sein, dass man sich beim ÖPNV nur die Sahnestücke raus pickt, öffentliche und vor allem bezahlte Versorgungsaufträge in Bezug auf eine zu geringe Rentabilität einstellen und eine wichtige Verknüpfung mit dem Anrather Bahnhof aufgeben will. Andererseits blockiert die Stadt Mönchengladbach auch die Planungen zur Fortführung der S28 über mögliche Bahnhöfe in Neersen und Schiefbahn. Dieses egoistische Verhalten ist in Zeiten, in denen Verkehrslösungen gebraucht werden, einfach nicht hinnehmbar.“

Auch Ralf Klein als Mitglied der FDP-Ratsfraktion sagt: „Vor allem die Schüler der weiterbildenden Schulen in Schiefbahn und Anrath sind davon betroffen. Uns ist derzeit nicht bekannt, wie das Problem gelöst werden soll. Seitens unserer Stadtverwaltung erwarten wir, dass sie sich zeitnah mit dem Thema befasst und der Willicher Politik eine Antwort hierauf gibt. Auch wenn die Verantwortung in erster Linie beim Kreis liegt, so muss sich die Stadt in Kooperation mit dem Kreis für den Erhalt der Linie 038 einsetzen. Daher haben wir einen entsprechenden Arbeitsauftrag an die Verwaltung gerichtet.“