Radwege-Willich-Schiefbahn-Anrath-Neersen

Aktuell müssen sich die Willicher Politiker mit dem Ausbau der Willicher Straße im Planungsausschuss befassen. Der stellvertretende Ausschussvorsitzende Karl-Heinz Koch (FDP) ist mit den Planungen der Verwaltung alles andere als glücklich und sagt:

„Die Willicher Straße soll nach den vorliegenden Dokumenten üppig auf Kosten der Anlieger ausgebaut zu werden und wird auf gefühlten 250 Metern zur Prachtstraße ausgebaut, um dann in den alten Teil, Richtung Innenstadt Schiefbahn, ohne jeglichen Radwege zu enden. Das ist unseres Erachtens nicht nachvollziehbar.“

Dabei hatte es in jüngster Zeit mehrere Gespräche mit Anwohnern über eine Verkehrsberuhigung auf der Willicher Straße gegeben. Der Planungsausschuss hatte danach eine Vorgehensweise mit den Bewohnern abgestimmt. In dem Entwurf zum Ausbau der Willicher Straße ist davon nun nichts zu erkennen. Koch stellt fest: „Seitens der Verwaltung sind diese Absprachen wohl völlig unter den Planungstisch gefallen.“

Koch’s Kollegin im Planungsausschuss, Angelika Baumbach kritisiert: „Neben den Kosten für die Anlieger ist die Planung völlig überdimensioniert. Im Bereich „Schiefbahner Dreieck“ soll es gleich vier Radwege geben. Wir möchten, dass der Gutachter des zu überarbeitenden „Masterplan Mobilität“ sich diese Situation erst einmal genau ansieht, bevor die Willicher Straße ausgebaut wird.“

Die FDP fordert nun eine Rücknahme des Entwurfes und eine Neugestaltung unter Einbeziehung der Wünsche der Bürger. Die Landesregierung sieht solche Bürgerbeteiligungsverfahren künftig zwingend vor. Einen dementsprechenden Antrag hat die FDP im Planungsausschuss gestellt und bittet auch darum, noch die Anregungen aus einem anstehenden Bürgertermin am 11. Juli 2019 zu berücksichtigen.