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Ellen Roidl-Hock, Willicher Ratsfrau in der FDP-Ratsfraktion ist nach den vielen fragwürdigen Entscheidungen der Bundes- und Landesregierung in puncto Corona-Politik regelrecht angefressen. Die Liberale ärgert sich sehr darüber, dass die politisch Verantwortlichen mehr Wege in den Lockdown suchen, anstatt Antworten und Lösungen zu finden, die den Menschen das Leben in der Pandemie einfacher machen.

„In vielen Gesprächen mit den Bürgerinnen und Bürgern merken wir, dass die Menschen es satthaben und die Bereitschaft gemeinsam durch die Krise zu gehen abnimmt. Wir stehen mittlerweile vor dem dritten Lockdown, der zwar zurückgenommen wurde, aber im Grunde immer noch droht. Darüber hinaus beweist die Groko mehr und mehr, wie wenig Ideen und Fantasie sie bei der Pandemie-Bekämpfung hat. Dabei gibt es Städte in Deutschland und auch in der Welt, die mit mutigen Konzepten einen Schritt in ein normaleres Leben trotz Pandemie wagen“, moniert die Anrather Politikerin.

Dass es auch andere Lösungen und Möglichkeiten für vorsichtige Öffnungen mit sehr guten Hygienekonzepten gibt, davon konnte sich vor kurzem eine FDP-Arbeitsgruppe bei der Besichtigung eines Willicher Konzert- und Veranstaltungsunternehmens überzeugen. Roidl-Hock dazu: „Meine Kollegen Hannes Zühlsdorff, Ralf Klein und Thomas Brandt haben sich vor Ort von Lösungen überzeugt und hieraus haben wir nun gemeinsam Anträge entwickelt.“

Was den Liberalen in diesen Zeiten wichtig ist, formuliert der Jungliberale und angehende Lehrer Hannes Zühlsdorff: „Wir beantragen im Stadtrat einen digitalen Workshop, in der sich Verwaltung, Politik, Gastronomie, Einzelhandel und die Konzert- und Veranstaltungsbranche austauschen können. Das gegenseitige Verständnis sollte in diesen Wochen und Monaten einen größtmöglichen Stellenwert haben. Wichtig wäre hierbei, dass dieses Format sehr regelmäßig stattfindet, um einen dauerhaften Dialog aller Seiten zu gewährleisten. Gemeinsam mit der Verwaltung soll an Öffnungslösungen gearbeitet werden, die im rechtssicheren Einklang mit Gesetzen und Verordnungen stehen und vor allem sofort umgesetzt werden können.“

Auch FDP-Ratsfraktionsmitglied Ralf Klein meint, dass es einen vorsichtigen Weg zurück in die Normalität geben müsse und weist darauf hin, dass das letztjährig erfolgreich durchgeführte Autokino in Willich eine sehr gute Möglichkeit sei, um wieder ein Stück Kultur zu erleben. Er sagt: „Mit Familienmitgliedern oder einem Freund oder der Freundin im Auto zu sitzen und Outdoor-Kino zu genießen, ist mit Hygienekonzept sicherlich kein Pandemietreiber und hat sehr gut funktioniert. Wir beantragen deshalb, dass auch in diesem Jahr das Autokino wieder stattfinden kann. Mit einer finanziellen Bezuschussung der Stadt in Höhe von 10.000 Euro sollte diesem Projekt aus unserer Sicht nichts im Wege stehen, denn die übrigen Kosten werden durch Sponsoren aufgebracht. Die städtische Beteiligung wollen wir aus Mitteln Corona bedingt ausgefallener Veranstaltungen des Kulturetats ziehen.“