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„Wir werden zum jetzigen Zeitpunkt keinen Bürgermeister-Kandidaten benennen“ – das teilte der FDP-Parteivorsitzende Christoph Maethner nach einer in Teilen nicht-öffentlichen Mitgliederversammlung mit.

Er begründete das damit, dass es in diesem Jahr mehrere Bewerber in Willich geben wird, „da hat unser Kandidat kaum eine Chance in eine Stichwahl zu kommen.“ Ein Wahlkampf sei doch mit erheblichem Zeitaufwand verbunden, und „im Moment macht das politisch keinen Sinn“, so Maethner.

Nichtsdestotrotz sieht er die FDP für die Kommunalwahl gut aufgestellt: Der Vorstandsvorschlag für die Wahlkreisbesetzung sei einstimmig verabschiedet worden. Die Liberalen könnten alle Wahlkreise besetzen und es seien „viele junge Gesichter dabei“, so der Parteivorsitzende weiter.

Trotzdem hat die FDP ein Wahlprogramm, das „im Grundsatz“ verabschiedet wurde. Auf 36 Seiten formulieren die Liberalen unter anderem die Forderung nach mehr Freiheit für den Bürger: „Jeder Mensch soll in unserer Stadt selbstbestimmt, in Freiheit und ohne Angst leben und eigenständige Entscheidungen treffen können.“ Die FDP sei eine Partei der Mitte und lehne „jeglichen Extremismus, Rassismus, Antisemitismus und die Herabsetzung von Minderheiten kategorisch ab.“

Weitere Themen sind der Schutz der Jugend vor Kinderpornografie im Netz, die Einführung eines Jugendrates oder Wohnkonzepte für junge Menschen und Senioren. Die FDP fordert weiterhin ein „zentrales Ärztehaus“ und möchte Migranten auch über Wohnkonzepte in die Gesellschaft integrieren, nicht über „Ghettobildung“ ausgrenzen. Außerdem soll die OGS finanziell besser unterstützt und weitere Schulsozialarbeiter eingestellt werden. Weiteres Thema ist eine neue Ausrichtung der Wirtschaftspolitik in Willich.

Die Wirtschaftsförderung soll mehr Mitarbeiter erhalten und besser mit dem technischen Rathaus zusammenarbeiten. Auch ein besserer Klimaschutz steht ausdrücklich im Programm. Unter anderem sollen Jungunternehmer und Start-ups aus diesem Bereich gefördert werden. Außerdem geht es der FDP darum, den Tierschutz in der Stadt zu verbessern.

Das Wahlprogramm ist für den Parteivorstand ein Basis-Dokument, um zum Beispiel die eigenen Mitglieder umfassend zu informieren, erläuterte Franz-Josef Stapel. Für den Wahlkampf sollen auf den jeweiligen Ortsteil bezogene Kurzprogramme formuliert werden.