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„Wo bleibt der Bus?“ – Das fragen sich Mitglieder der Willicher FDP-Ratsfraktion, wenn sie nach Düsseldorf fahren wollen. Während die wichtige Verlängerung der Bahn-Linie S 28 von Kaarst nach Viersen lebhaft diskutiert wird, sei die ebenso wichtige Verbindung von Anrath über das Gewerbegebiet Münchheide und über Alt-Willich nach Düsseldorf nur noch stiefmütterlich behandelt worden. „Wir brauchen jedoch beides, um Willich an die Großstadt Düsseldorf vernünftig anzubinden“, sagt Karl-Heinz Koch, FDP-Ratsherr.

Die Zahl der Pendler ist nach Meinung der Liberalen so groß, dass die S 28 nur einen Teil der Probleme löst. „Eine gute Busverbindung ist schnell sowie kostengünstig umsetzbar. Im Gegensatz dazu wird die erste Fahrt mit der S 28 ab Willich in diesem Jahrzehnt wohl nicht mehr stattfinden“, ergänzt der FDP-Fraktionsvorsitzende Hans-Joachim Donath.

„Auch die Fahrtzeiten der Buslinie 071 sind abends und am Wochenende so unattraktiv, dass sie kaum einen Anreiz bilden, auf den Bus umzusteigen. Die Arbeitszeiten der Menschen haben sich geändert. Morgens früh, abends oder am Samstag zu arbeiten ist inzwischen nicht mehr die Ausnahme und darauf müssen wir reagieren“, meint Angelika Baumbauch, FDP-Mitglied im Planungsausschuss.

FDP-Ratsfraktionsmitglied Fabian Wawerda folgert gemeinsam mit seiner Fraktionskollegin: „Wir geben viel Geld für die Energiewende und für die Nachhaltigkeit aus, vernachlässigen aber den ÖPNV. Wenn wir hier mehr Geld investieren, reduzieren wir die Zahl der Autos, verbessern das Klima und sparen Geld bei der Verkehrsinfrastruktur. Wir werden daher Bürgermeister und Verwaltung bitten, hier eine spürbare Verbesserung zu erreichen.“