Feiert gruselig, aber nicht grausam! Sonst gibt’s Saures – in Form von Anzeigen der Polizei!

Kürbis Halloween

Die Einsatzanlässe sind in der Halloweennacht nicht immer von strafrechtlicher Relevanz. Vorsorglich rufen besorgte Bürgerinnen und Bürger die Polizei schon an, weil lautes Gegröle von mit Screammasken verkleideten Jugendlichen die Anrufer verängstigt oder mit Eierkartons „bewaffnete „Gruselgestalten“ um die Häuser ziehen. Derartiges Treiben ist in der Halloweennacht für die Polizei zunächst durchaus tolerierbar, jedoch haben auch Spaß und Brauchtum ihre Grenzen, an die mit diesem alljährlichen Appell für friedliches und gewaltfreies Halloweenbrauchtum erinnert sei:

„Feiert gruselig, aber nicht grausam! Sonst gibt’s Saures – in Form von Anzeigen der Polizei!“

Die Grenzen des Erlaubten sind schneller überschritten, als sich das die zumeist kindlichen und jugendlichen Gruselgestalten träumen lassen: Wenn ihr den Brauch „Süßes, sonst gibt’s Saures“ an den Haustüren so vehement und bedrohlich zum Ausdruck bringt, dass ihr Süßigkeiten fordert und im Falle des Verweigerns mit erheblichen Sachbeschädigungen droht, befindet Ihr Euch nicht mehr in einer brauchtumsgeschützten Spaßzone, sondern ganz schnell im Strafgesetzbuch und damit vielleicht sogar bald auf der Anklagebank. Derartiges Tun kann den Tatbestand einer Nötigung erfüllen! Ebenfalls nicht hinnehmbar sind Sachbeschädigungen oder gar Körperverletzungen. Das Bewerfen von Menschen und Gegenständen mit Eiern, das Beschmieren von Wänden und Autos mit Fäkalien oder Farbe oder ähnliche fehlgeleitete Brauchtumsrituale wird die Polizei im Kreis Viersen ebenfalls nicht tolerieren. Die Polizei appelliert daher auch an die Eltern der „kleinen Gruselgestalten“, den Geisterzug in den Abendstunden durch erzieherische Gespräche oder Begleitung der Kinder in die richtigen Bahnen zu lenken. Und für alle die, die an diesem Abend mit ihrer Forderung nach Süßem nicht so viel Erfolg haben, noch ein Tipp: Elf Tage später, am Martinsabend sind vielleicht diejenigen, die Halloween nicht so gerne Süßes rausrücken, mit einer leuchtenden Laterne und einem Martinslied eher zu überzeugen!


Diese Meldung basiert auf einer Presseinformation der Kreispolizeibehörde Viersen / Foto: Willich erleben