Polizei-Hubschrauber-Fahndung

Mit vereinten Kräften in einer großangelegten Fahndung gelang die Festnahme eines polizeibekannten 31-jährigen Rumänen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Dem Mann wird vorgeworfen, gemeinsam mit noch zwei unbekannten Mittätern in eine Tankstelle auf der Hanns-Martin-Schleyer-Straße eingebrochen zu sein. Die erbeuteten Zigaretten im Wert von mehreren tausend Euro stellten die Einsatzkräfte im Fluchtfahrzeug sicher.

Alarmiert wurde die Polizei über Notruf am Dienstag gegen 01:30 Uhr. Passanten hatten beobachtet, wie ein Pkw vorfuhr, und zwei der drei Fahrzeuginsassen mit einem Gullideckel die Eingangstür einwarfen und in den Verkaufsraum stürmten. Von ihrem Tun hatte sie auch die Alarm- sowie Vernebelungsanlage nicht abgehalten.

Kurze Zeit später fuhren die Verdächtigen mit Beute und Fahrzeug davon. Die beherzten Passanten verfolgten das Fluchtfahrzeug und gaben der Polizei stets Standortmeldungen. Die A 44 verließen die Tatverdächtigen an der Ausfahrt Forstwald, ließen das Fluchtfahrzeug dort im Grünstreifen zurück und flüchteten zu Fuß weiter. Die Leitstelle der Viersener Polizei hatte sofort eine großangelegte Fahndung ausgelöst und dafür auch den Hubschrauber und einen Diensthund angefordert.

Die „Hummel“ ortete dann mit Wärmebildkamera in Nähe des Fluchtfahrzeugs in einem Dornengestrüpp/Wäldchen nahe der Autobahn eine auffällige Wärmequelle. Die Einsatzkräfte des Einsatztrupps der Viersener Polizei spürten dort den Verdächtigen in seinem Versteck auf. Der 31-jährige versuchte zu flüchten. Diensthund Lasco aber hatte die überzeugenden Argumente, diese Flucht zu stoppen. In Angesicht des aus Duisburg hinzugeeilten Hundeführers und dem stattlichen Malinois-Rüden gab der Verdächtige auf.

Vor Ort erfolgte seine vorläufige Festnahme. Die Fahndung nach seinen beiden Mittätern verlief ergebnislos. Die Ermittlungen zu ihrer Identifizierung dauern noch an und werden sicherlich auch durch die im Fluchtfahrzeug sichergestellten Spurenträger unterstützt. Die Beute stellten die Ermittler- wie auch das Fluchtfahrzeug, das Tage zuvor angemietet worden war, sicher. Der Beschuldigte wird im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt.

Die Polizei bedankt sich ausdrücklich bei den couragierten Zeugen. Dies wird auch der Abteilungsleiter der Polizei noch mit einem Anerkennungsschreiben tun.