Feuerwehr: Orkantief „Friederike“ wütet im Stadtgebiet Willich

Niederheide, Am Klapptor_18.01.2017_Okan_Friederike
Bild von der Einsatzstelle ,,Schiefbahn-Niederheide, Alte Landstraße/Am Klapptor,,

Die Wettervorhersagen des DWD sollten Recht behalten. Am heutigen Donnerstag brach das Orkantief „Friederike“ über das Stadtgebiet Willich herein und bescherte um 10:37 Uhr den ersten Einsatz in der Ortslage Clörath. Hier war ein Baum auf die Straße gestürzt.

Um 11:04 Uhr hieß es dann für alle Löschzüge in der Stadt Willich : „Flächenlage im gesamten Kreisgebiet, besetzen Sie die Gerätehäuser“.

Im Minutentakt liefen Meldungen über umgestürzte Bäume auf Straßen und Hausdächer, umherfliegende Gegenstände und herabfallende Dachziegel ein.

Der Schwerpunkt lag, nach einer ersten Auswertung der Einsatzstellen, in den Ortsteilen Willich und Schiefbahn mit jeweils 40 Einsatzstellen (Stand: 18.01.18, 16:15 Uhr); in den anderen Ortsteilen gab es jeweils zehn Einsatzstellen.

In Schiefbahn-Niederheide blockierte zB. ein 15 Meter großer Baum die komplette Straße „Alte Landstraße / Am Klapptor“. In Willich-Hardt, Bereich Hursterhöfe stürzte ein Baum in die dortige Stromleitung, worauf der Strommast in Brand geriet und gelöscht werden musste. Ebenfalls in Schiefbahn, Pappeldyk, stürzten mehrere Bäume in die dortigen Strom- und Telefonleitungen.

Im Gewerbegebiet Münchheide, auf der Hanns-Martin- Schleyer-Straße, drohte zudem eine Photovoltaikanlage vom Dach gerissen zu werden. An der Pfarrkirche St.-Katharina lösten sich mehrere Dachziegel und fielen zu Boden. Weiterhin kam es in Clörath kurzfristig zu einem Stromausfall. Auf der Süchtelner Straße in Anrath sowie auf dem Ahornweg in Schiefbahn drohten Bäume akut auf ein Wohnhaus zu stürzen. Diese genannten Einsatzstellen stellen nur einige besondere Einsatzstellen sowie einen Querschnitt der abgearbeiteten Einsätze dar.

Insgesamt wurden im Stadtgebiet Willich über 100 Einsatzstellen (40 Willich, 12 Anrath, 40 Schiefbahn, 6 Neersen, 4 Clörath) abgearbeitet. Diverse Einsatzstellen wurden aber auch nur mittels Flatterband oder Sperrungen durch den Bauhof abgesichert, um diese nach Abklingen des Sturms abzuarbeiten oder weil diese sich auf einem Privatgrundstück befanden. Trotz der Vielzahl an Einsätzen und dem teilweise hohen Gefahrenpotential wurden glücklicherweise weder Zivilpersonen noch Einsatzkräfte verletzt.

Die Feuerwehr der Stadt Willich war mit mehr als 100 Einsatzkräften (49 Wilich, 22 Schiefbahn, 8 Clörath, 10 Neersen, 12 Anrath) unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Thomas Metzer mit allen verfügbaren Fahrzeugen im Einsatz. 5 weitere Einsatzkräfte (darunter auch die Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger und Fachbereichsleiter Martin Zinnel) besetzten den Stabsraum im Feuerwehrgerätehaus Schiefbahn und koordinierten von dort aus sämtliche Einsätze im Stadtgebiet.

Ab 15:30 Uhr ließ der Orkan dann soweit nach, dass auch die sturmveranlassten Meldungen merklich nachließen. Zuvor gesperrte Einsatzstellen wurden im Nachgang nach Abebben des Sturms kontrolliert und die Gefahrenstellen gegebenenfalls beseitigt.

Auch wenn das Gros der erkennbaren Gefahrenstellen beseitigt wurde, besteht trotzdem immer noch beim Betreten von Parkanlagen und Waldflächen eine Gefahr durch herabstürzende Äste; daher sollten abgesperrte Bereiche bis auf Weiteres nicht betreten werden.

Aktion Mitmachen bei Feuerwehr